Albertgasse

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Albertgasse 39, um 1903
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1862
Jahr bis
Name seit 1862
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Bezirk 8
Lage Josefstadt, Breitenfeld
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  7.03.2018 durch DYN\krabina
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Bildname HMW 028871.jpg
Bildunterschrift  Albertgasse 39, um 1903
Bildquelle Wien Museum, Inv.Nr. 28871, Foto: A. Stauda
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Albertgasse (8), benannt (Teil: 1862; Verlängerung: 5. Jänner 1905; der im 9. Bezirk gelegene Teil seit 1945 Hebragasse) nach Herzog Albert von Sachsen-Teschen. Die Benennung erfolgte anlässlich des 100jährigen Bestehens der Albertinischen Wasserleitung; vorher (zwischen Josefstädter Straße und Florianigasse) Breite Gasse. Führung bis zur Lerchenfelder Straße ab 5. Jänner 1905 (Stadtrat).

Pfarrzugehörigkeit bis 1938

Bis 1938 lag die Standesführung in Österreich in den Händen der konfessionellen Behörden. Die Geburts-, Ehe-, und Sterbematriken von katholischen Bewohnerinnen und Bewohnern wurden von der zuständigen Pfarre geführt.

Totengräberhäuschen in der Albertgasse 7

Gebäude

  • Nummer 13-17: Ludo-Hartmann-Hof
  • Nummer 18-22: Realgymnasium
  • Nummer 24: Gedenktafel für Alfred Steinberg-Frank
  • Nummer 25: Josefstädter-Hof
  • Nummer 30: Hamerling-Hof (erbaut 1905)
  • Nummer 31 (Konskriptionsnummer Josefstadt 171): vormärzliches Bürgerhaus (erbaut 1820 von Josef Rabl)
  • Nummer 33 (Konskriptionsnummer Josefstadt 170 ): "Zum englisch Gruß" (erbaut 1810), Neubau 1912 von Siegfried Theiss und Hans Jaksch (eine der besten Arbeiten aus dem Frühwerk der Architektur)
  • Nummer 34 (Florianigasse 59): Miethaus, errichtet 1910 für Nikolaus Dumba, späthistorische Fassade
  • Nummer 35 (Konskriptionsnummer Josefstadt 169): Besitz (1771-1801) von Thomas Edler von Trattnern, ab 1899 Wiener Bezirkskrankenkasse (gegründet 30. März 1888); Neubau 1904 nach Plänen von Architekt Rudolf Dick. Ab 1927 "Zentralverband der Lebens- und Genussmittelarbeiter", ab 1934 Gewerkschaftsbund des Ständestaates, 1938 von der DAF beschlagnahmt Hauptquartier der Hitlerjugend. Nach 1945 verschiedene Besitzer und Nutzungen.
  • Nummer 36 (Konskriptionsnummer Breitenfeld 20-21): Gasthaus "Zum grünen Kranz" (erste Hälfte 19. Jahrhundert: Tanzlokal)
  • Nummer 37 (Konskriptionsnummer Breitenfeld 93): Besitzer (1863-1872) Ferdinand von Arlt
  • Nummer 38 (Konskriptionsnummer Breitenfeld 22): erbaut 1914 von Viktor Postelberg für das 1912 begründete "Mädchengymnasium für erweiterte Frauenbildung" (Präsidentin Marianne Hainisch; Öffentlichkeitsrecht 1918 beziehungsweise 1933).
  • Nummer 51: bürgerliches Vorstadtgasthaus "Zum schwarzen Kopf" (ab 1805) mit "Albertsaal" zur Abhaltung von Versammlungen.

Literatur:

  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer. Band 3/1: Wien. Jänner-12. Bezirk. Salzburg: Residenz-Verlag 1990, S. 221 f. (Albertgasse 3, 8, 10, 28, 34, 36, 51), S. 228
  • Felix Czeike: VIII. Josefstadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1980 (Wiener Bezirkskulturführer, 8), S. 2 f.
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matrikenführer und Familienforscher. Wien: Verlag des Österreichischen Instituts für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde, 1929
  • Hans Rotter: Die Josefstadt. Geschichte des 8. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Selbstverlag 1918, S. 87 ff.
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 256