Adolf von Sonnenthal

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Adolf von Sonnenthal
Personenname Sonnenthal, Adolf von
Abweichende Namensform Sonnenthal, Adolf Ritter von
Titel Ritter von
Geschlecht männlich
GND 119343207
Geburtsdatum 21.12.1834
Geburtsort Pest
Sterbedatum 14.04.1909
Sterbeort Prag
Begräbnisdatum 08.04.1909
Friedhof Friedhof Döbling
Grabstelle Gruppe I1, Reihe G1, Nr. 44
Ehrengrab
Beruf Schauspieler, Regisseur
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Sonnenthalgasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  23.03.2018 durch WIEN1\lanm09bum
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Bildname Adolfvonsonnenthal.jpg
Bildunterschrift  Adolf von Sonnenthal
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Handschriftensammlung, H.I.N.-237609
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
18Anastasius-Grün-Gasse54
9Liechtensteinstraße11

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Adolf von Sonnenthal, * 21. Dezember 1834 Pest, † 14. April 1909 Prag, Schauspieler.

Biographie

Nachdem sein Vater, ein Kaufmann, 1848 völlig verarmte, erlernte Adolf von Sonnenthal zunächst das Schneiderhandwerk. Bogumil Dawison ermunterte ihn jedoch später, den Schauspielerberuf zu ergreifen. Nach Engagements in Temesvar, Hermannstadt, Graz und Königsberg wurde er 1856 von Heinrich Laube ans Burgtheater engagiert, dem er 1856 bis 1909 angehörte. Von 1887 bis 1888 war er auch dessen provisorischer Leiter.

Sonnenthal begann seine Schauspielerlaufbahn als Liebhaber (wobei er als Salonliebhaber besonderen Erfolg hatte) und gab den vom Publikum geschätzten Bonvivant − ein Symbol der Wiener Gesellschaft. Bald wurde er zum Vorbild des "eleganten Herrn" und gab − mit Sonnenthalschwarz, Sonnenthalhüten und Sonnenthalkrawatten − den Ton in der Herrenmode an.

Im Lauf seiner Theaterkarriere fand er später den Übergang zum leidenschaftlichen-reifen Mann, zum klugen Gesellschaftsmenschen und schließlich zum resignierenden Alternden und weisen Greis. Als führender Schauspieler an der Burg sprach er zudem die letzte Worte im alten und erste Worte im neuen Haus.

Adolf von Sonnenthal wohnte im 9. Bezirk in der Liechtensteinstraße 11 (nachweisbar 1892) und von 1893 bis 1919 im 18. Bezirk in der Anastasius-Grün-Gasse 54.

Im 16. Wiener Gemeindebezirk wurde, erstmals 1920, die Sonnenthalgasse nach dem Schauspieler benannt.

Literatur

  • Sylvia Mattl-Wurm [Red.]: Interieurs. Wiener Künstlerwohnungen 1830−1930. Wien: Eigenverlag 1990 (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 138), S. 166
  • Schauspieler des Burgtheaters, 1776−1976. Wien: Eigenverlag 1976 (Katalog zur Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 43), S. 19
  • Jakob Minor: Aus dem Alten und dem Neuen Burgtheater. Zürich [u.a.]: Amalthea 1920
  • Hermine von Sonnenthal [Hg.]: Adolf von Sonnenthals Briefwechsel. 2 Bände. Stuttgart [u.a.]: Deutsche Verlags-Anstalt 1912
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856−1891. Register 1923

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