Abensperg-Traun-Palais

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1670
Jahr bis 1855
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Familie Abensperg-Traun
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Franz Xaver Abensperg-Traun
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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BezirkStraßeHausnummer
1Freyung2
1Herrengasse14
1Strauchgasse4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt24018211862
Stadt24817951821
Stadt12217701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Abensperg-Traun-Palais (1, Freyung 2, Herrengasse 14; Konskriptionsnummer 240).

Dieses Palais stand auf Grundstücken, die sich bis Ende 14. Jahrhunderts (Schottenurbar 1382) zurückverfolgen lassen. Ursprünglich standen hier drei Häuser, doch bereits 1390 werden nur mehr zwei genannt. Eines wurde 1501 von den Herren von Traun erworben, das andere kauften erst Ernst Abensberg-Traun und seine Gattin Katharina Ursula im Jahr 1651.

1670 wurden die beiden Häuser zu einem Palais verbaut, das als erstes Privatgebäude eine Hauswasserleitung erhielt. Ernst Abensberg-Traun kaufte 1660 auch das Nachbarhaus Stadt 241 (siehe Ferstelpalais) und wollte die beiden Gebäude vereinen. Dieser Plan kam aber nie zur Ausführung. Beim großen Brand vom 14. Juli 1683 (siehe Freyung und Zweite Türkenbelagerung [1683]) wurde das Haus schwer beschädigt, danach nur mehr notdürftig repariert und 1700 durch einen Neubau ersetzt. Der Barockbau beeindruckte durch seine ausgewogenen Proportionen und blieb bis 1855 im Besitz der Familie Abensberg-Traun (zuletzt Franz Xaver Reichsgraf Abensperg-Traun).

1855-1860 erbaute Heinrich Ferstel hier das Gebäude für die "Kaiserlich königliche privilegierte Nationalbank" (ab 1878 "Österreichisch-ungarische Bank", heute "Palais Ferstel"), die den gesamten Komplex zwischen Freyung, Strauch- und Herrengasse, erworben hatte (der Grundriss umklammert das benachbarte Hardeggpalais).

Siehe auch Café Central und Ferstelpalais.

Literatur

  • Hertha Wohlrab: Die Freyung. Wien [u.a.]: Zsolnay 1971 (Wiener Geschichtsbücher, 6), S. 45 ff.
  • Rupert Feuchtmüller: Die Herrengasse. Wien [u.a.]: Zsolnay 1982 (Wiener Geschichtsbücher, 28), S. 87 ff.
  • Edgard Haider: Verlorenes Wien (1984), S. 13 ff.
  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 80
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 215
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 143-146

Links