Österreichisch-ungarische Bank

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1855
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Heinrich Ferstel
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  24.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtHerrengasse14
Innere StadtFreyung2
Innere StadtStrauchgasse4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt24817951821
Stadt24917951821
Stadt12217701795
Stadt12317701795
Stadt24018211862
Stadt24118211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Österreichisch-ungarische Bank (1, Herrengasse 14, Freyung 2, Strauchgasse 4; Konskriptionsnummern 240 und 241; k. k. privilegierte Nationalbank, ab 1878 Österreichisch-ungarische Bank, ab 1919 Nationalbank, seit 1923 Oesterreichische Nationalbank).

Diese Bank wurde als "k. k. privilegierte Nationalbank" gegründet. Da ihr Sitz in der Herrengasse durch das starke Wachstum der Bank in den Jahren 1829 bis 1833 zu klein geworden war, wurden 1855 die gegenüber liegenden Häuser Stadt 240 und 241 von Franz Xaver Reichsgraf Abensberg-Traun angekauft (siehe Ferstelpalais). An ihrer Stelle wurde in den Jahren 1855 bis 1860 das neue Bankgebäude nach Plänen von Heinrich Ferstel im Stil der italienischen Renaissance erbaut, wobei erstmals auch gewalzte Eisenträger Verwendung fanden. Im Basarhof (Durchgang von der Herrengasse zur Freyung) befindet sich der 1861 errichtete Donaunixenbrunnen von Anton Dominik Fernkorn). Im Basar sind Hermen von Fernkorn aufgestellt (1858), die Fassade des Gebäudes ist durch zwölf Statuen (von Hanns Gasser) geschmückt, welche die Nationen Österreichs verkörpern.

In den Bau wurde auch der Börsesaal mit den notwendigen Nebenräumen integriert, da die "k.k. Börse" bis dahin in verschiedenen Gebäuden verstreut untergebracht war. Sie wurde jedoch schon 1869 in ein provisorisches Gebäude am Schottenring verlegt. Da die Räumlichkeiten für die Bank nicht mehr ausreichten, wurde das benachbarte Hardeggpalais (Freyung 1) angekauft und unter anderem die Direktion sowie das Büro des Gouverneurs dorthin verlegt. Nachdem erneut zu wenig Platz zur Verfügung stand, entschied man sich für die Errichtung eines Neubaus im neunten Wiener Gemeindebezirk (ehemalige Alserkaserne, 9, Otto-Wagner-Platz 3, siehe Oesterreichische Nationalbank). Während des Ersten Weltkriegs mussten die Arbeiten unterbrochen werden, der Neubau konnte erst 1925 fertiggestellt werden.

Das Ferstelpalais wurde bereits 1924 an die "Anglo-österreichische Bank" verkauft und für Mietzwecke adaptiert. 1975-1982 wurde es generalsaniert (Ferstelpassage) und erhielt (etwas irreführend) die Bezeichnung "Palais Ferstel". Bei dieser Gelegenheit wurde auch das ursprünglich im Haus untergebrachte Café Central revitalisiert und neu eröffnet.

Ausführlichere Beschreibung des Hauses im Artikel Ferstelpalais.


Weitere Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre


Literatur

  • Peter Pötschner: Zur Baugeschichte von Heinrich Ferstels Bank- und Börsengebäude. In: Österreichische Zeitschrift für Denkmalpflege. Hg. vom Institut für Österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. Wien: Schroll 1947-1951, 35,1981, S. 124 ff.
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 4: Alois Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße. Ihre technische und künstlerische Bedeutung. Wiesbaden: Steiner 1972, S. 177 f.
  • Hertha Wohlrab: Die Freyung. Wien [u.a.]: Zsolnay 1971 (Wiener Geschichtsbücher, 6), S. 48 ff.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 77
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 475
  • Der Brunnen im neuen Bankgebäude. In: Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur-Vereines. Wien: Bartelmus 1849-1864, 16 (1861), S. 156
  • Gerhardt Kapner: Freiplastik in Wien. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1970, S. 475
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 316
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 143-150