Werner Krauss

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Personenname Krauss, Werner
Abweichende Namensform Krauß, Werner
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 23.06.1884
Geburtsort Gestungshausen bei Coburg
Sterbedatum 20.10.1959
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof Ehrengrab Gr. 32C, Nr. 22
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Schauspieler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  15.04.2015 durch WIEN1\lanm09was
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Iffland-Ring1954
Ehrenring der Stadt Wien1959
Ehrenmitglied des Burgtheaters1959
Kammerschauspieler1946
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse19Iglaseegasse43
Wohnadresse9Porzellangasse33A

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Krauß Werner, * 23. Juni 1884 Gestungshausen bei Coburg, † 20. Oktober 1959 Wien (Zentralfriedhof Ehrengrab Gr. 32C, Nr. 22), Schauspieler. Debütierte ohne vorherige Ausbildung und gegen den Willen seiner Familie in der schlesischen Kleinstadt Guben, reiste mit Wanderbühnen durch Deutschland und kam über Bamberg, Aachen und Nürnberg nach Berlin, wo er 1913-1945 vorwiegend am Deutschen Theater und am Staatlichen Schauspielhaus tätig war; 1916 trat er erstmals in einem Film auf. Den schauspielerischen Durchbruch erzielte er 1920 mit der Titelrolle in Robert Wienes „Das Cabinet des Dr. Caligari"; er entwickelte sich zum Paradedarsteller des Bösen. Ab 1928 (Debüt) spielte er auch am Wiener Burgtheater. Er geriet in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stellvertretender Präsident der Reichstheaterkammer). 1945-1954 hatte Krauß Berufsverbot, dann wurde er rehabilitiert; 1946 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft. Nach Wiederaufnahme seiner Bühnenlaufbahn trat er abwechselnd in Wien und Berlin auf. Seine Darbietungen waren durch eine ungemeine Wandlungsfähigkeit charakterisiert; er hat fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben (u. a. Jago, Shylock, Hamlet, Lear, Caesar, Wallenstein, Cyrano de Bergerac, Rudolf II., Richard III.). Auch beim Film errang er bedeutende Erfolge (u. a. Stummfilme „Das Kabinett des Dr. Caligari", „Wachsfigurenkabinett" und „Der Student von Prag", Tonfilme „Burgtheater" [Inszenierung Willi Forst, Partner Olga Tschechowa und Hans Moser], „Robert Koch", „York" und „Paracelsus"). Gedenktafel (enthüllt 4. Jänner 1979) am Wohnhaus (1949-1959) 9, Porzellangasse 33A; wohnte auch 19, Iglaseegasse 43. Kammerschauspieler (1946), Iffland-Ring (1954; Weitergabe an Josef Meinrad), Ehrenring der Stadt Wien (1959), Ehrenmitglied des Burgtheaters (1959).


Literatur

  • Wolfgang Benz / Hermann Graml [Hg.]: Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik. München: Beck 1988, S. 194-195
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verl. d. Österr. Staatsdruckerei 1951
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Hrsg. von Herbert A. Frenzel [u.a.]. Berlin: de Gruyter 1956
  • Herbert Holba / Günter Knorr / Peter Spiegel: Reclams deutsches Filmlexikon. Filmkünstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Stuttgart: Reclam 1984
  • Wolfgang Goetz: Werner Krauß. Hamburg: Hoffmann & Campe 1954
  • Fred Hennings: Heimat Burgtheater. Band 2: Das republikanische Hoftheater 1919-1938. Wien [u.a.]: Herold 1973, S. 120 ff., 159 ff., 165 ff.
  • Fred Hennings: Heimat Burgtheater. Band 3: Des Hauses und meine Wandlungen. 11. März 1938 - 31. August 1971. Wien [u.a.]: Herold 1974, S. 120 ff.
  • Schauspieler des Burgtheaters. 1776-1976. 43. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 6. Mai - 20. Juni 1976. Wien : Museen d. Stadt Wien 1976 (Historisches Museum der Stadt Wien: Sonderausstellung, 43), S. 44
  • Wiener Kultur-Notizen. 33 (1969), Bl. 26
  • Peter Csendes: Erinnerungen an Wiens Türkenjahre. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 29), S. 38