Weißgerberkirche

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Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1866
Jahr bis
Andere Bezeichnung Pfarrkirche "Heiliger Othmar", Othmarkirche
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Friedrich Schmidt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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BezirkStraßeHausnummer
3Kolonitzplatz

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Weißgerberkirche (3, Kolonitzplatz; Pfarrkirche „Heiliger Othmar"; auch Othmarkirche).

Als Ersatz für die alte Weißgerberkirche wurde 1866-1869 (Grundsteinlegung 17. Mai 1866, Weihe 24. August 1873) auf städtischem Grund nach Plänen von Friedrich Schmidt (Bauführer ab 1868 Karl Schaden) eine neue Kirche errichtet (freistehender neugotischer Backsteinbau mit dreigeschossigem, sechseckigen Fassadenturm).

Das Innere ist ein dreischiffiger fünfjochiger basilikaler Raum mit Orgelempore (Maßwerkbalustrade) im westlichen Mittelschiffjoch. Wandmalereien (in den Seitenschiffen friesartiger Kreuzweg, an den Seitenschiffstirnwänden links Herz-Jesu-Verehrung, rechts Geschichte der Margaretenkirche, von Rudolf Holzinger [1942]). Die Einrichtung stammt aus der Bauzeit (neugotischer Hochaltar mit Holzfiguren, neugotische Querschiffaltäre mit Skulpturen [links Kreuzigungsgruppe, rechts Marienkrönung], an den Vierungspfeilern vier Evangelistenfiguren und an der Orgelempore heilige Cäcilia (alle von Franz Melnitzky). Weitere Bildwerke schufen unter anderen Edwin Grienauer (heiliger Antonius und heiliger Judas Thaddäus in der rechten Querschiffapside, Herz Jesu und heilige Margarete an den Stirnfronten der Seitenschiffe, 1942) und Adolf Wagner von der Mühl (heilige Theresia und heiliger Joseph in der linken Querschiffapside). Im Chor das ehemalige Hochaltarbild der Margaretenkirche („Verklärung der heiligen Margarete", erste Hälfte des 18. Jahrhunderts).

Der Pfarrhof (Konskriptionsnummer 806) wurde 1871-1873 erbaut.

Literatur

  • Géza Hajós: Die Kunstdenkmäler Wiens 1. Die Kirchen des III. Bezirks. Mit einer Einleitung über die topographische Entwicklung des Bezirks. Wien: Schroll 1974 (Österreichische Kunsttopographie 41), S. 313 ff.
  • Wolfgang J. Bandion: Steinerne Zeugen des Glaubens. Die Heiligen Stätten der Stadt Wien. Wien: Herold 1989, S. 124 ff.
  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993, S. 72 f.
  • Renate Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1970, S. 166 f.
  • Franz Loidl: Die Pfarre Sankt Othmar unter den Weißgärbern und ihre Geschichte. 1936
  • Die Landstraße in alter und neuer Zeit. Ein Heimatbuch. Hg. von Landstraßer Lehrern. Wien: Gerlach & Wiedling 1921, S. 70 ff.
  • Helmut Kretscher: Landstraße. Geschichte des 3. Wiener Gemeindebezirks und seiner alten Orte. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1982 (Wiener Heimatkunde, 3), S. 95 ff.
  • Felix Czeike: III. Landstraße. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1984 (Wiener Bezirkskulturführer, 3), S. 20 f.
  • August Popp: Gedenkblatt zum 50jähr. Pfarrjubiläum von Sankt Othmar unter den Weißgerbern. 1923
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matriken-Führer und Familienforscher. Wien: Verlag d. Österr. Inst. für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde [1929], S. 82 (Sprengel), 237 (Matrikenbestand)
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 228