Walter Arlen

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Personenname Arlen, Walter
Abweichende Namensform Aptowitzer, Walter
Titel
Geschlecht männlich
GND 1024700364
Geburtsdatum 31.07.1920
Geburtsort Wien
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Musikkritiker, Komponist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Musiksammlung
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
Letzte Änderung am  22.06.2015 durch WIEN1\lanm09was
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Künstlerischer Leiter der Amerikanischen Akademie der Künste in Verona
Musikkritiker der Los Angeles Times19521980
Vorstand der Musikabteilung der Loyola Marymount University in Los Angeles19691990
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien20 September 20116 November 2011
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich2008
Goldener Rathausmann2015

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Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst!

NameBeziehung
Otto Erich DeutschLehrer
Paul HamburgerFreund

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Walter Arlen, * 31. Juli 1920 Wien, Musikkritiker, Komponist.

Biographie

Walter Arlen wurde am 31. Juli 1920 als Walter Aptowitzer in Wien geboren. Er stammt aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie, der das Warenhaus Dichter in Ottakring gehörte. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, nachdem der Schubert-Forscher Otto Erich Deutsch bei ihm ein absolutes Gehör erkannt hatte.

Nachdem sein Vater 1938 von den Nationalsozialisten festgenommen und seine Mutter in eine Nervenheilanstalt eingeliefert worden war, wanderte Walter im März 1939 allein zu Verwandten nach Chicago aus. Im Jahre 1946 konnte er seine Familie (Eltern und Schwester), der auch die Flucht gelungen war, in London wiedersehen.

In Amerika ließ er zunächst seinen Namen auf Arlen ändern und arbeitete in einem Kürschnergeschäft in Chicago. Nebenbei studierte er Komposition bei Leo Sowerby. Bald nahm er an einem Komponistenwettbewerb teil und gewann den ersten Preis, Unterrichtsstunden bei Roy Harris, einem der profiliertesten amerikanischen Komponisten der damaligen Zeit.

1952 erhielt Arlen ein Angebot der „Los Angeles Times“, die einen Musikkritiker suchte, und übersiedelte nach Kalifornien. Diese Tätigkeit übte er bis 1980 aus. 1969 gründete er an der Loyola Marymount University in Los Angeles eine Musikabteilung, der er bis 1990 vorstand. Daneben erhielt er Lehraufträge an zahlreichen weiteren Universitäten in Amerika und übernahm auch Administration und künstlerische Leitung der Amerikanischen Akademie der Künste in Verona (Italien). Als musikalischer Berater war er auch für den Internationalen José-Iturbi-Klavierwettbewerb in Valencia (Spanien) tätig.

In seine Heimatstadt Wien kehrte Walter Arlen gemeinsam mit seiner Schwester im Jahre 1965 zum ersten Mal seit seiner Emigration wieder, um ihr früheres Wohnhaus wiederzusehen. Im Zuge der in Aussicht gestellten Restitution des Familieneigentums besuchten die beiden zur Jahrtausendwende noch einmal Wien. Als der Verlauf der Restitution nicht Arlens Erwartungen entsprach, kam er 2007 wieder, um beim Nationalfonds eine Verzichtserklärung zu unterschreiben. Im darauffolgenden Jahr fand unter Arlens Anwesenheit ein Konzert mit eigenen Kompositionen im Jüdischen Museum in Wien statt.

2011 übergab Walter Arlen im Rahmen einer Gedenkmatinee im Volkstheater seinen Vorlass der Wienbibliothek im Rathaus. Die Wienbibliothek veranstaltete in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt drei Konzerte mit Klaviermusik des Komponisten.

Literatur

Links