Waisenhaus (9)

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1785
Jahr bis 1912
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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BezirkStraßeHausnummer
9Boltzmanngasse9-9a
9Boltzmanngasse14-16

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Waisenhaus (9, Waisenhausgasse 3-5 und 14; seit 1913 Boltzmanngasse 9-9a [zuvor Spanisches Spital], zugehörig auch Nummer 7 [Strudlhofgasse 7-9; „Zum schwarzen Adler"], 14 [ Pazmaneum ] und 16 [ Botschaft der USA ]; „kaiserlich-königliches Waisenhaus auf dem Alsergrund").

Nach der Auflassung des Spanischen Spitals (die Kranken kamen auf Anordnung Josephs II. ins Allgemeine Krankenhaus Wien) wurden 1785 die Zöglinge aus dem Waisenhaus (3) am Rennweg hieher transferiert und dieses einer anderen Verwendung zugeführt. 1806-1827 wurde das Waisenhaus von Franz Michael Vierthaler geleitet; Franz Schuberts Bruder Ferdinand wirkte hier als Lehrer. 1810 wurde die Knabenschule des Waisenhauses zu einer vierklassigen Hauptschule erhoben und ihr Besuch auch externen Zöglingen gestattet (ab 1840 besuchte Ferdinand von Saar diese Schule).

Die Waisenhausstiftung wurde 1857 von den aus Paris nach Wien gekommenen Schulbrüdern übernommen, die das Waisenhaus grundlegend reformierten, die Knaben in ihre Obhut nahmen, die Mädchen hingegen nach Judenau (Niederösterreich) brachten. Das Waisenhaus blieb bis 1912 im Gebäude des ehemaligen Spanischen Spitals, dann wurde dieses teilweise demoliert (Speising, Orthopädisches Spital); anstelle eines ehemaligen Nebengebäudes (Nummer 7 [Strudlhofgasse 7-9]) entstand der Neubau für das fürsterzbischöfliche Alumnat [seit 1918 Erzbischöfliches Priesterseminar]).

Literatur

  • Hans Mück: Quellen zur Geschichte des Bezirks Alsergrund. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1978 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 3), S. 23
  • Robert Messner: Der Alsergrund im Vormärz. Historisch-Topographische Darstellung der nordwestlichen Vorstädte und Vororte Wiens auf Grund der Katastralvermessung. Wien: Verlag Notring 1970 (Topographie von Alt-Wien, 2), S. 86, 153 f.