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Sebastian von Schwanenfeld

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Personenname Schwanenfeld, Sebastian von
Abweichende Namensform Schwanenfeld, Johann Sebastian von
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 25.01.1778
Geburtsort Öttingen, Bayern
Sterbedatum 04.10.1845
Sterbeort Vorstadt Jägerzeile (Wien 2)
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Zauberkünstler, Schaubudenbesitzer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  1.12.2015 durch WIEN1\lanm08swa
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(Johann) Sebastian von Schwanenfeld, * 25. Jänner 1778 Öttingen, Bayern, † 4. Oktober 1845 Vorstadt Jägerzeile (Wien 2), Zauberkünstler, Schaubudenbesitzer, erste Gattin (1812) Theresia, herrschaftliche Putzwäscherin († 1827), zweite Gattin (1832) Witwe des Franz Weiß, dritte Gattin (1845, kurz vor seinem Tod) Maria Franziska Loos, seine Dienstmagd.

Pachtete 1809 das Praterlokal "Zum eisernen Mann", in dem er unter anderem 70 Wachsfiguren zeigte, die Eigentum des Franz Weiß waren. 1812 besaß er die Praterhütte "Zur goldenen Rose". Zwischen 1822 und 1830 zog er mit seinen magischen, physikalisch-mechanischen Vorstellungen mit großem Erfolg durch Deutschland sowie nach Prag und Pressburg. Ab 1834 zeigte er das erheiratete, bis 1841 auf 130 Figuren in Lebensgröße angewachsene Wachsfigurenkabinett (Wachsfiguren).

Schwanenfeld besaß auch die Praterhütte 81, die er 1834 dem Zauberkünstler Basilio Calafati verkaufte, der möglicherweise seit etwa 1830 bei ihm als Assistent gearbeitet hatte. 1834 wird auch eine "ganz neue Kunstgalerie" in Mariahilf mit seinem Namen verknüpft. Schwanenfeld war im Vormärz vor allem auch deshalb sehr bekannt und beliebt, weil er zugleich als Taschenspieler und Wahrsager (mit Hilfe des Automaten "Der ägyptische Magier") auftrat.

Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd. (weitere Literatur)
  • Hans Pemmer, in: Unsere Heimat 39 (1968), S. 17 f.
  • Hans Pemmer / Ninni Lackner: Der Prater. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien, München: Jugend & Volk 1974 (Wiener Heimatkunde), siehe Register
  • Berthold Lang: Hokuspokus fidibus. Wien: Österr. Circus- u. Clown-Museum 1984, S. 38, 79