Salomon Frankfurter

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Personenname Frankfurter, Salomon
Abweichende Namensform
Titel Dr. phil., Hofrat, Prof.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 09.11.1856
Geburtsort Preßburg (Bratislava, Slowakei)
Sterbedatum 24.09.1941
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof Israelitische Abteilung
Grabstelle Gruppe 3, Reihe 1, Nummer 1
Ehrengrab
Beruf Bibliothekar, Philologe
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit  jüdisch
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  6.02.2017 durch DYN\lanm09bub
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Direktor der Universitätsbibliothek Wien28 Oktober 19191923
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens1908

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Salomon Frankfurter, * 9. November 1856 Preßburg (Bratislava, Slowakei), † 24. September 1941 Wien (Zentralfriedhof, Israelitische Abteilung, viertes Tor, Gruppe 3/1/1), Bibliothekar, Philologe, Gattin Sophie Chajes. Studierte nach Besuch des Akademischen Gymnasiums in Wien und Berlin klassische und deutsche Philologie (Dr. phil. 1883), trat bereits 1881 als Volontär in die Universitätsbibliothek ein (1884 Referent für Archäologie, Pädagogik und Judaismus) und wurde 1910 deren Vizedirektor beziehungsweise am 28. Oktober 1919 deren Direktor (Hofrat; Pensionierung 1923); in seiner Amtszeit wurden der Hauptlesesaal und die Speicher elektrifiziert. 1909 wurde Frankfurter Konsulent für Bibliothekswesen und jüdische Kultusangelegenheiten im Kultusministerium. Er war Mitarbeiter an verschiedenen Fachzeitschriften, Mitbegründer des „Vereins der Freunde des humanistischen Gymnasiums" (Präsident und ab 1906 Redakteur der Mitteilung), Mitglied des Kuratoriums des „Vereins Carnuntum" und Förderer der provinzial-archäologischen Forschungen. Ritterkreuz Franz-Joseph-Orden (1908), Professor (1923).

Literatur

  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Friedrich Jaksch: Lexikon sudetendeutscher Schriftsteller und ihrer Werke für die Jahre 1900 - 1929. Reichenberg: Stiepel 1929
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Patricia Steines: Hunderttausend Steine. Grabstellen großer Österreicher jüdischer Konfession auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor I und Tor IV. Wien: Falter-Verlag 1993, S. 279
  • Karl Hörmann: Die ersten Inhaber der ersten moraltheologischen Lehrkanzel 1622-1640. Graz [u.a.]: Böhlau 1965 (Studien zur Geschichte der Universität Wien, 2), S. 73
  • Amtsblatt der Stadt Wien. Wien: Stadt Wien - Presse- und Informationsdienst, 14.11.1956