Paul Barnay

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Personenname Barnay, Paul
Abweichende Namensform Horovitz, Paul
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 27.03.1884
Geburtsort Wien
Sterbedatum 13.06.1960
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Friedhof Döbling
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Schauspieler, Schriftsteller, Theaterdirektor
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  3.05.2016 durch WIEN1\lanm09eic
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Intendant der Vereinigten Theater in Breslau19211933
Direktor des Raimundtheaters19341936
Direktor des Stadttheaters Reichenberg19361938
Direktor des Volkstheaters19481952

Es wurden noch keine Auszeichnungen zu dieser Person erfasst!

Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Letzte Wohnadresse3Augenbruggergasse2
Geburtsadresse3Geologengasse1

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Paul Barnay (eigentlich Horovitz), * 27. März 1884 Wien, 3, Geologengasse 1, † 13. Juni 1960 Wien 9 (Allgemeines Krankenhaus; wohnhaft 3, Auenbruggergasse 2; Döblinger Friedhof), Schauspieler, Schriftsteller, Theaterdirektor, Gattin (13. November 1934) Helene Maria Dietrich (* 11. September 1902), Sohn des Ludwig Barnay. Maturierte in Wien (1902; Gymnasium 3, Kundmanng. 22), ging dann an die Hochschule für dramatische Kunst in Berlin und nahm verschiedene Engagements an (1909-1914 Schauspieler und Regisseur in Danzig, 1918-1821 Direktor des Theaters in Kattowitz, 1921-1933 Intendant der Vereinigten Theater in Breslau). 1933 seines Amtes enthoben und seines Vermögens beraubt, kehrte er nach Wien zurück (1934-1936 Mitdirektor des Raimundtheaters), ging dann jedoch als Direktor ans Stadttheater Reichenberg (1936-1938); floh 1938 nach Budapest, wo er später verhaftet wurde. Nach Wien zurückgekehrt (1945), war er als Schauspieler und Regisseur tätig (Hauptrollen: Nathan der Weise, Mephisto, Jago, Richard III.) und übernahm dann die Direktion des Volkstheaters (1948-52). Barnay war auch Schriftsteller erfolgreich (Romane "Die Glocke ruft", "Schlange an Bord" und andere Texte zu Wiener Liedern, Theaterstücke "Der Schneider von Gumpendorf", 1936, „Der Narr der SS", 1947).

Quellen

Literatur

  • Hans Giebisch / Gustav Gugitz: Bio-Bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Hollinek 1963
  • Werner Röder / Herbert A. Strauss: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International biographical dictionary of Central European émigrés 1933 – 1945. Hg. vom Institut für Zeitgeschichte München und von der Research Foundation for Jewish Immigration. München [u.a.]: Saur 1980-1999
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Herwig Rischbieter [Hg.]: Theater-Lexikon. Zürich: Orell Füssli 1983
  • Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich. Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus. [Zusammenstellung der Ausstellung: Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Katalog: Gabriele Koller ... Für den Inhalt verantwortlich: Oswald Oberhuber]. Wien: Zentralsparkasse 1982, S. 300
  • Karl Weber: Geschichte des Theaterwesens in Schlesien. Daten und Fakten - von den Anfängen bis zum Jahre 1944. Dortmund: Forschungsstelle Ostmitteleuropa 1980 (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund: Reihe A, 29)
  • Hans Hauenstein: Chronik des Wienerliedes. Klosterneuburg: Jasomirgott-Verlag 1976, S. 268
  • Hans Pemmer / Franz Englisch: Landstraßer Häuserchronik. Manuskript in 11 Bänden (WStLA). Band 1. Wien: 1958 ff., S. 165
  • Hans Pemmer / Franz Englisch: Landstraßer Häuserchronik. Manuskript in 11 Bänden (WStLA). Band 2. Wien: 1958 ff., S. 27
  • Hans Pemmer / Franz Englisch: Landstraßer Häuserchronik. Manuskript in 11 Bänden (WStLA). Band 4. Wien: 1958 ff., S. 165