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Otto Zuckerkandl

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Personenname Zuckerkandl, Otto
Abweichende Namensform
Titel Dr. med. univ., o. Prof.
Geschlecht männlich
GND 102722374
Geburtsdatum 28.12.1861
Geburtsort Raab (Györ), Ungarn
Sterbedatum 01.07.1921
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Israelitische Abteilung, 1. Tor, Zeremonienallee
Ehrengrab
Beruf Chirurg, Urologe
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  11.03.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse4Möllwaldplatz5
NameVerwandtschaftsgrad
Emil ZuckerkandlBruder
Berta ZuckerkandlSchwägerin
Amalie ZuckerkandlGattin

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Zuckerkandl Otto, * 28. Dezember 1861 Raab (Györ, Ungarn), † 1. Juli 1921 Wien 4, Möllwaldplatz 5 (Zentralfriedhof, Israelische Abteilung, erstes Tor, Zeremonienallee), Chirurg, Urologe, Bruder des Emil Zuckerkandl.

Studium an der Universität Wien (Dr. med. univ. 1884), war 1883-1886 Demonstrator an der ersten anatomischen Lehrkanzel (bei Carl Langer), erhielt danach (1889-1992) eine chirurgische Spezialausbildung als Operationszögling an der ersten Chirurgischen Universitäts-Klinik (unter Eduard Albert), wurde anschließend Assistent des Pioniers der Urologie im Allgemeinen Krankenhaus, Leopold von Dittel, und habilitierte sich 1892 an der Universität Wien für Chirurgie (ao. Prof. 1904, o. Prof. 1912). 1902 wurde Zuckerkandl Leiter der chirurgischen Abteilung des Spitals der Israelischen Kultusgemeinde und 1912 Vorstand der chirurgischen Abteilung des Rothschildspitals, die er zu einer urologischen Station ausbaute. 1917/1918 war er Primararzt der urologischen Abteilung der Wiener Allgemeinen Poliklinik.

Zuckerkandl verhalf der Urologie in diagnostischer, therapeutischer und klinischer Hinsicht zur Anerkennung als vollwertiges Fachgebiet. Zu seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gehört der "Atlas und Grundriss der chirurgischen Operationslehre" (11897,61924; englische und französische Übersetzung); für Hermann Nothnagels "Specielle Pathologie und Therapie innerer Krankheiten" verfasste er (gemeinsam mit Lothar Frankl-Hochwart) den Beitrag "Die localen Erkrankungen der Harnblase" (Band 19/1, 1898) und allein den Beitrag "Die localen Erkrankungen der Harnblase" (Band 19/2, 1899).

1904-1906 gab er gemeinsam mit Anton Frisch ein dreibändiges "Handbuch der Urolgie" heraus. Gemeinsam mit Julius Tandler veröffentlichte er "Anatomische Untersuchungen".

Literatur

  • Isidor Fischer [Hg.]: Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte der letzten fünfzig Jahre. Band 2: Kon-Zweig. Nachträge und Berichtigungen. München: Urban & Schwarzenberg 1963
  • Erna Lesky: Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert. Wien [u.a.]: Böhlau 1965 (Studien zur Geschichte der Universität Wien, 6), S. 501 f.
  • Zeitschrift für Urologie 15 (1921), S. 314 (Werkverzeichnis)
  • Die Feierliche Inauguration des Rektors der Wiener Universität für das Studienjahr 1921/1922. Wien: Selbstverlag der Universität, S. 42 ff. (Werkverzeichnis)
  • Münchner medizinische Wochenschrift 68 (1921), S. 990
  • Medizinische Klinik. Wochenschrift für praktische Ärzte 17 (1921) 27
  • Wiener klinische Wochenschrift 34 (1921), S. 347 f.
  • Neue Freie Presse, 02.07.1921
  • Emmerich Deimer: Chronik der Allgemeinen Poliklinik im Spiegel der Medizin- und Sozialgeschichte. Wien: Göschl 1989, S. 102 f.
  • Patricia Steines: Hunderttausend Steine. Grabstellen großer Österreicher jüdischer Konfession auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor I und Tor IV. Wien: Falter-Verlag 1993, S. 216.

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