Otto Kallir

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Personenname Kallir, Otto
Abweichende Namensform Kallir-Nirenstein, Otto, Nirenstein, Otto
Titel
Geschlecht männlich
GND 116032448
Geburtsdatum 01.04.1894
Geburtsort Wien
Sterbedatum 30.11.1978
Sterbeort New York, USA
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Kunsthistoriker, Schriftsteller, Verleger, Galerist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Leo Baeck Institute Center for Jewish History, Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung, Belvedere
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  23.01.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien31 Oktober 1968

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NameVerwandtschaftsgrad
Franziska LöwensteinGattin

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Otto Kallir (eigentlich Nirenstein), * 1. April 1894 Wien, † 30. November 1978 New York, USA, Kunsthistoriker, Essayist, Verleger, Galerist, Gattin (1922) Franziska Baronin Löwenstein. Studierte 1912-1914 und (nach Kriegseinsatz) 1919/1920 an der Technischen Hochschule Wien, arbeitete jedoch ab 1919 als Verleger (Gründung des Verlags Neuer Grafik) und gründete 1923 die "Neue Galerie" (1, Grünangergasse), wo erstmals eine größere Schiele-Ausstellung stattfand.

Er entwickelte sich zu einem international angesehenen Kunsthändler, gab bibliophile Ausgaben von Klimt, Kokoschka, Schiele und Kubin heraus und rettete 1931 Bilder von Richard Gerstl vor dem Verfall. 1938 emigrierte er in die USA, wo er 1939 in New York die Galerie St. Etienne gründete und in dieser 1941 wiederum die erste Schiele-Ausstellung veranstaltete. Kallir-Nirenstein ist die internationale Anerkennung Schieles und die Nachfrage nach seinen Werken zuzuschreiben. Silbernes Ehrenzeichen Land Wien (1968).

Die Autographensammlung Otto Kallir befindet sich in der Wienbibliothek im Rathaus. Sein Nachlass wird im Leo Baeck Institute in New York verwahrt. Das Archiv der Neuen Galerie Wien kann im Belvedere eingesehen werden.


Literatur

  • Werner Röder / Herbert A. Strauss: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International biographical dictionary of Central European émigrés 1933 – 1945. Hg. vom Institut für Zeitgeschichte München und von der Research Foundation for Jewish Immigration. München [u.a.]: Saur 1980-1999
  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Harry Zohn: "...ich bin ein Sohn der deutschen Sprache nur...". Jüdisches Erbe in der österreichischen Literatur. Wien [u.a.]: Amalthea-Verlag 1986
  • Parnass. Das Kunstmagazin. Band 6. Wien: Parnass Verlagsgesellschaft / Linz: Grosser 1986, S. 22 ff.
  • Katalog Otto Kallir-Nirenstein. Ein Wegbereiter der österreichischen Kunst. 1986
  • Handschriften aus fünf Jahrhunderten. Die Autographensammlung Otto Kallir. Wien: Wienbibliothek im Rathaus 2008
  • Rathaus-Korrespondenz, 28.03.1974, 19.02.1986, 09.01.2009, 14.01.2009

Links