Nussdorfer Wehr

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Nussdorfer Wehr [Baustelle] (1972)
Art des Bauwerks Sonstiges
Jahr von 13.12.1873
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Otto Wagner, Wilhelm Engerth
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname Nußdorfer Wehr.jpg
Bildunterschrift  Nussdorfer Wehr [Baustelle] (1972)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 7220/7
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
19Nußdorfer Lände

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Nussdorfer Wehr (19, Nußdorfer Lände), durch die Donauregulierungskommission erbaut. Das von Ing. Wilhelm Engerth zum Schutz der am Donaukanal gelegenen Stadtteile vor Überschwemmung und Eisgang konstruierte „Sperrschiff" wurde am 13. Dezember 1873 eingesetzt. Es lag am linken Kanalufer an und wurde bei Hochwasser oder Eisstoß quer über den Kanal eingehängt. Das Sperrwerk (Schleuse und Wehr) wurde 1894-1898 mit einem Kostenaufwand von neun Millionen Kronen durch Otto Wagner errichtet, das Sperrschiff am 11. November 1902 eingehängt. Eine eingebaute Kammerschleuse ermöglichte es, die aus dem Hauptstrom kommenden Schiffe auf das Donaukanalniveau zu senken und umgekehrt. Das Wehr hat das Aussehen einer Brücke, unter der sich eine Sperrvorrichtung befindet, und ist nach dem Wasserbaumeister Joseph Maria Schemerl von Leythenbach benannt. Die zwei Bronzelöwen stammen von Rudolf Weyr.

Im September 1964 wurde der Umbau des Nussdorfer Wehrs begonnen, wobei sich die Arbeiten auf die Schleusentore konzentrierten. An die Stelle der alten handbetriebenen Stemmtore, die seitlich zu öffnen waren, traten Hubschwenktore. Das Nussdorfer Wehr dient im Sommer dem Schleusenbetrieb, im Winter sorgt es für die Kühlwasserversorgung der Simmeringer E-Werke und verbessert allgemeinen den Hochwasserschutz (Inbetriebnahme am 25. November 1966). Nach Umbau wurde die gesamte Anlage am 16. Dezember 1975 eröffnet.

Nussdorfer Wehr, 1919


Literatur

  • Robert Weissenberger: Wiener Nutzbauten des 19. Jahrhunderts als Beispiele zukunftsweisenden Bauens. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1977 (Wiener Schriften, 38), S. 181 f.
  • Geretsegger-Pointner: Otto Wagner. Salzburg 1964, S. 85 ff.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 4: Profane Topographie nach den 21 Bezirken (2.-21. Bezirk). Wien: Jugend & Volk 1958, S. 461.