Maria Bach

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Personenname Bach, Maria
Abweichende Namensform
Titel Prof.
Geschlecht weiblich
GND 119524007
Geburtsdatum 11.03.1896
Geburtsort Wien
Sterbedatum 26.02.1978
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Pianistin, Komponistin, Malerin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung / Musiksammlung
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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NameBeziehung
Josef MarxLehrer
Paul de ConneLehrer

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Bach Maria, * 11. März 1896 Wien, † 26. Februar 1978 Wien, Pianistin, Komponistin, Malerin.

Biographie

Maria Bach wuchs gemeinsam mit drei Schwestern im Schloss Leesdorf bei Baden auf. In ihrer Familie finden sich sowohl Juristen wie Alexander von Bach als auch Musiker wie Otto Bach. Ihre Eltern – der Vater, Robert von Bach, konnte, nachdem er seinen Onkel Alexander beerbt hatte, seine Beamtenlaufbahn aufgeben und sich seinen Leidenschaften, der Musik und der Malerei, widmen, die Mutter, Eleonore von Bach war Oratoriensängerin – legten größten Wert auf eine künstlerische Ausbildung ihrer Töchter. 1902 bekam Maria ihren ersten Klavierunterricht in einer Musikschule in Baden, im Alter von zehn Jahren trat sie erstmals öffentlich auf. Vier Jahre später lernte sie auch noch Geige. Ihre ersten Kompositionsversuche fielen in die Jahre 1914/1915. Julius Korngold erkannte ihr Talent. Seinem Rat folgend studierte sie an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst bei Josef Marx Musiktheorie und Instrumentation und Dirigieren bei Ivan G. Boutnikoff. Den ersten Schritt in die Öffentlichkeit als Komponisten unternahm sie 1924 anlässlich eines von der Akademie im Konzerthaus veranstalteten Konzertabends, bei dem ihre “Narrenlieder“ zur Aufführung kamen. 1930 wurden sie bei Doblinger verlegt. Ab den 1930er Jahre flossen vermehrt außereuropäische Einflüsse in Maria Bachs Kompositionen ein. Der Tod ihres Vaters 1927, die daraus resultierende Aufteilung des Vermögens und die allgemeine wirtschaftliche Situation brachten sie in finanzielle Schwierigkeiten. Auch ihr Versuch, in ihrem geerbten Haus am Tulbinger Kogel ein Hotel zu führen, scheiterte letztlich. 1952 veräußerte sie es gegen eine Leibrente, die manchmal ihre einzige Einnahmequelle blieb. 1940 begegnete sie dem italienischen Maler Arturo Ciacelli, mit dem sie später eine bis zu seinem Tod 1966 andauernde Lebensgemeinschaft einging. Unter seinem Einfluss entdeckte sie auch das Ausdrucksmittel der bildenden Kunst für sich. Eindrücke einer gemeinsamen Italienreise verarbeitete sie zu Collagen, die 1951 in Mailand ausgestellt wurden. Es folgten Ausstellungen in Wien, Hamburg, Graz und Rom. Daneben komponierte Maria Bach nach wie vor: In den 1950er Jahren beschäftigte sie sich mit Chorliedern, daneben schrieb sie auch weiterhin Sololieder mit Orchester- bzw. Klavierbegleitung. Unter anderem vertonte sie Texte von Rainer Maria Rilke, Christian Morgenstern und Hermann Hesse, aber auch eigene Gedichte. An ihre frühen Erfolge konnte sie allerdings nicht wieder anschließen.

Quellen

Literatur

  • Harald Goertz: Österreichische Komponisten der Gegenwart. Ein Handbuch. Wien: Doblinger 1979
  • Gerda M. Eiselmair: Die männliche Gilde sehe sich vor. Die österreichische Komponistin Maria Bach. Wien: Löcker 1996
  • Eva Marx / Gerlinde Haas: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ein Lexikon. Salzburg: Residenz Verlag 2001

+Klassika: Maria Bach

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