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Mölker Bastei

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Mölker Bastei (1950)
Art des Objekts Sonstiges
Jahr von
Jahr bis
Name seit
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Schottenbastei
Benannt nach
Bezirk 1
Lage
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  22.05.2017 durch WIEN1\lanm08sch
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Bildname Mölker Bastei.jpg
Bildunterschrift  Mölker Bastei (1950)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 50413/6
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Mölker Bastei (1; zeitgenössisch auch Mölkerbastei; Basteien)

Mölker Bastei: Das große Eckhaus zur Schreyvogelgasse, rechts, ist das Baron-Pasqualati-Haus auf Nr. 8, links daneben folgt auf Nr. 10 das Sterbehaus von Alma von Goethe. Photographie Reiffenstein
Stadtbefestigung: Schottentor und Mölkerbastei, 1860

Ursprüngliche Schottenbastei

Sie erstreckte sich über die Parzellen Universitätsring 6-12, die Ringstraße und einen Teil der Universitätsrampe, wurde 1531 als Erdwerk errichtet, 1536-1544 vergrößert und um 1600 samt der Katze verstärkt; 1637 war die Ummauerung vollendet. Sie hieß ursprünglich Bastei beim Schottentor, 1548 Bastei bei den Schotten und 1577 beziehungsweise 1597 Schottenbastei (nach dem Schottenstift). 1637 taucht erstmals die Bezeichnung Mölker Bastei auf (nach dem dort befindlichen Besitz des Stifts Melk [ Melker Hof ]). 1809 von den Franzosen gesprengt, jedoch 1811 wiederhergestellt, wurde sie schließlich 1861/1862 zum Großteil abgetragen (der Rest 1870/1871); es entstanden die Rampe in der Schreyvogelgasse (vom Straßenniveau auf das Basteiniveau) und die Mölker Bastei (sub "Straße").

Kurtine

Der Teil zwischen der Mölker Bastei und dem Schottentor wurde 1570 begonnen und 1656 vollendet, der Teil zwischen Mölker Bastei und Löwelbastei entstand 1597. Vom Ende des 18. Jahrhunderts an wurden die beiden Kurtinen in die Benennung Mölker Bastei einbezogen. Die Demolierung erfolgte 1870/1871 beziehungsweise 1872/1873. Auf der freigewordenen Fläche entstanden der Straßenzug Mölker Bastei (sub "Straße") und ein Teil des damaligen Franzensrings (Universitätsring).

Straße

Die Straße zwischen dem heutigen Universitätsring (Liebenberg-Denkmal) und der Schottengasse wurde 1870/1871 nach dem Abbruch der Kurtine (sub "Kurtine") angelegt. Die Häuser Nr. 8 bis Nr. 14 befinden sich auf der oberen Ebene der ehemaligen Bastei; zur wesentlich tiefer gelegenen Fahrbahn verläuft ein begrünter Hang. Die gegenüber liegenden Häuser Nr. 1, 3 und 5 liegen auf heutigem Straßenniveau. Jenseits der Kreuzung mit der Schottengasse setzt sich die Straße als Schottenbastei fort.

Gebäude

  • Nummer 5: Wohnhaus des Chirurgen Anton Eiselsberg (1903-1936; Gedenktafel, enthüllt 1960) und des Generalstabschefs 1881-1906, Generaloberst Friedrich Graf Beck-Rzikowsky (1830-1920; Gedenktafel)
  • Nummer 8: Pasqualatihaus mit Wohnung Ludwig van Beethovens (mit Gedenktafel und Gedenkstätte) sowie mit Adalbert-Stifter-Museum, 1940 von der Adalbert-Stifter-Gesellschaft begründet, ab 1947 in drei Räumen des Pasqualatihauses untergebracht. Die beiden Gedenkstätten zählen zu den Museen der Stadt Wien.
  • Nummer 10 (Mölker Steig 3): Wohnhaus der Ottilie von Goethe, Sterbehaus der 17jährigen Alma von Goethe (Goethes Enkelin, der Franz Grillparzer einen Nachruf hielt).
  • Nummer 12 (Mölker Steig 5): Im Vorgängerhaus (1845 demoliert) starb 1814 Carl Joseph Lamoran de Ligne, der legendäre Prinz de Ligne.

Literatur

  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 119 f.
  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, 11 f.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 35
  • Robert Mucnjak: Führer durch Alt-Wien. Innere Stadt. Wien: Der Museumsverein Innere Stadt 1980 (Schriftenreihe des Bezirksmuseums, 3), S. 73
  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22)