Leo Ascher

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Personenname Ascher, Leo
Abweichende Namensform
Titel Dr. jur.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 17.08.1880
Geburtsort Wien
Sterbedatum 25.02.1942
Sterbeort New York
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Komponist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Aschergasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse2Kurzbauergasse6

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Ascher Leo, * 17. August 1880 Wien, † 25. Februar 1942 New York (bis 1938 wohnhaft 2, Kurzbauergasse 6), Komponist, Gattin (1909) Luise Frankl. Nach dem Studium an der Universität Wien (Dr. jur. 1904) besuchte Ascher das Wiener Konservatorium und begann zu komponieren. 1905 trat er erstmals mit der Operette "Vergeltsgott" an die Öffentlichkeit (Textbuch Leon; 14. Oktober 1905 Theater an der Wien). Ascher schrieb 32 Singspiele und Operetten; vor und nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zu den oft aufgeführten Komponisten, schrieb gleichzeitig aber auch Lieder und Kabarett-Chansons; damit zog er die Aufmerksamkeit Victor Leons auf sich, der zu den angesehenen Repräsentanten der Wiener Operettenszene der Jahrhundertwende zählte. Nach erfolglosen Operetten und Singspielen ("Spitzbub & Co.", 1909; "Die arme Lori", 1909; "Vindobona, du herrliche Stadt", 1910; "Das goldene Strumpfband", 1912; "Der Lockvogel", 1912) kam Ascher mit "Hoheit tanzt Walzer" (Raimundtheater, 24. Februar 1912; Text Julius Brammer und Alfred Grünwald, die er Anfang 1910 im Kabarett "Fledermaus" kennengelernt hatte und die das erfolgreichste Librettistenduo der Wiener Operettengeschichte werden sollten) zu einem großen Erfolg (die bekannteste Melodie: "Das Lercherl von Hernals"). Danach komponierte er "Was tut man nicht alles aus Liebe" (1915), "Egon und seine Frauen" (1917), "Bruder Leichtsinn" (1917), "Was Mädchen träumen" (1919), "Wo Schwalben nisten" (1920), "Ein Jahr ohne Liebe" (1923), "Ich hab dich lieb" (1926), "Frühling im Wienerwald" (1930) und "Um ein bißchen Liebe" (1936). Ascher schrieb auch Filmmusik (beispielsweise "Purpur und Waschblau" mit Hansi Niese). 1938 mußte Ascher in die Vereinigten Staaten von Amerika emigrieren. Büste im Theater an der Wien (enthüllt 22. August 1981); Aschergasse.

Quellen

Literatur

  • Josef Fraenkel: The Jews of Austria. London: Vallentine 1967
  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hrsg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Anton Bauer: Opern und Operetten in Wien. Verzeichnis ihrer Erstaufführungen in der Zeit von 1629 bis zur Gegenwart. Graz [u.a.]: Böhlaus Nachfolger 1955, Register
  • Hans Hauenstein: Chronik des Wienerliedes. Klosterneuburg: Jasomirgott-Verlag 1976, S. 226
  • Siegfried Lang: Almanach der Unterhaltungskomponisten des 20. Jahrhunderts. Wien: Österreichischer Komponistenbund 1974
  • Felix Czeike: II. Leopoldstadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1980 (Wiener Bezirkskulturführer, 2), S. 24
  • Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anläßlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken (1980)
  • Arbeiter-Zeitung, 24.08.1981 (Büste)
  • Amtsblatt der Stadt Wien. Wien: Stadt Wien Presse- und Informationsdienst, 01.03.1967