Joseph Karl Rosenbaum

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Personenname Rosenbaum, Joseph Karl
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 05.07.1770
Geburtsort Wien
Sterbedatum 26.12.1826
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Währinger Ortsfriedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Sekretär
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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NameVerwandtschaftsgrad
Therese RosenbaumGattin

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Rosenbaum Joseph Karl, * 5. Juli 1770 Wien, † 26. Dezember 1829 Wien (Währinger Ortsfriedhof, Gräberhain Schubertpark), Sekretär von Nikolaus II. Fürst Esterházy, Gattin (11. Juni 1800) Therese Gassmann, Hofopernsängerin (Tochter des Komponisten und Kapellmeisters Florian Gassmann; Schülerin Salieris).

War zunächst in Eisenstadt tätig, musste jedoch den Esterházyschen Dienst verlassen, weil der Fürst Rosenbaums Beziehung zu Therese Gassmann missbilligte, er jedoch heiraten wollte. 1797 kehrte Rosenbaum nach Wien zurück und erwarb in der Stadt das Haus Conskriptionsnummer 337 (1, Ledererhof 9), 1816 auch einen Sommersitz mit Garten (Schaumburgergrund; Rosenbaumgarten). Rosenbaums detailreiche Tagebücher (1797-1829; Österreichische Nationalbibliothek) sind eine (noch unzureichend ausgewertete) historische Quelle für die napoleonische Zeit und den Vormärz. Rosenbaum stiftete auch einen jährlichen Preis von 50 Österreichischen Gulden für einen besonders begabten Schüler der Akademie der bildenden Künste. Berüchtigt wurde Rosenbaum durch den Raub von Joseph Haydns Schädel aus dem Grab am Hundsturmer Friedhof, den er nach entsprechender Präparierung verwahrte und der später in den Besitz der Gesellschaft der Musikfreunde kam (seit 1954 in Eisenstadt; Haydngrab).

Literatur

  • Hans Pemmer: Schriften zur Heimatkunde Wiens. Festgabe zum 80. Geburtstag. Hg. von Hubert Kaut. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1969 (Wiener Schriften, 29), S. 261 f.
  • Carl Hofbauer: Die Wieden mit den Edelsitzen Conradswerd, Mühlfeld, Schaumburgerhof und dem Freigrunde Hungerbrunn. Historisch-topographische Skizzen zur Schilderung der Vorstädte Wiens. Wien: Gorischek 1864, S. 190 ff.
  • Adelbert Schusser [Bearb.]: Haydn-Museum. Haydns Wohn- und Sterbehaus, Wien 6, Haydngasse 19. Wien: Eigenverl. d. Museen d. Stadt Wien (²1987), Nummern 104, 110 f.
  • Manfred Huss: Joseph Haydn. Klassiker zwischen Barock und Biedermeier. Eisenstadt: Ed. Roetzer 1984, S. 324 ff.
  • Hans Pemmer: Blick in ein Biedermeiertagebuch. In: Weltpresse, 02.11.1946