Hermine Elßler

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Personenname Elßler, Hermine
Abweichende Namensform Elssler, Hermine
Titel
Geschlecht weiblich
GND 116461128
Geburtsdatum 07.04.1811
Geburtsort Gumpendorf
Sterbedatum 17.03.1895
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 48 B, Reihe 1, Nummer 7
Ehrengrab ehrenhalber
Beruf Tänzerin, Philanthropin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  5.02.2018 durch WIEN1\lanm09lue
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse1Johannesgasse14
GeburtsadresseDorotheergasse (6)37
NameVerwandtschaftsgrad
Anna ElßlerCousine
Johann ElßlerOnkel
Fanny ElßlerCousine
Theresia ElßlerCousine
NameBeziehung
Eugen Wilhelm HaugwitzZiehvater

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Hermine Elßler, * 7. April 1811 Gumpendorf, † 17. März 1895 Wien, Tänzerin, Philanthropin.

Biographie

Hermine Elßler war die Tochter von Johann Elßlers jüngerem Bruder Alois und dessen Ehefrau Elisabeth, geborene Teiber oder Däuber. Sie war somit eine Kusine der Schwestern Anna, Fanny und Therese Elßler. Über ihre Kindheit und Jugend ist wenig bekannt. Vermutlich wuchs sie ab ihrem fünften Lebensjahr als Ziehtochter bei Eugen Wilhelm Graf Haugwitz auf. Wie ihre Kusinen wurde Hermine Elßler im Corps de ballet des Kärntnertortheaters aufgenommen, wo sie von 1824 bis 1836 auftrat. Es folgten Auftritte im Wiener Hofoperntheater sowie Auslandsgastspiele, unter anderem in Paris. Von 1837 bis 1849 war sie in London tätig. Danach zog sie sich nach Wien ins Privatleben zurück, wo ihr das Vermögen ihres Ziehvaters ein Leben in Wohlstand als Realitätenbesitzerin ermöglichte.

Als Hermine Elßler 1895 verstarb, setzte sie einen Neffen als Universalerben ein. Zudem hatte sie insgesamt vier wohltätige Stiftungen eingerichtet. Zwei davon waren nach ihrem Ziehvater "Eugen Graf Haugwitz-Stiftung" benannt. Eine dieser Stiftungen unterstützte Studenten, unabhängig der Religionszugehörigkeit, die Staatsrecht, Medizin oder Philosophie an der Universität Wien studierten; eine weitere kam Studenten der Dramatik, Musik, Malerei oder Bildhauerei zugute. Zwei Stiftungen für Mädchen waren nach Hermine Elßler selbst benannt. Eine davon war Mädchen, die sich zu Lehrerinnen oder Kindergärtnerinnen ausbilden wollten, gewidmet. Die zweite förderte Mädchen an der Ballettschule des Hofoperntheaters in Wien.

Quellen

Literatur

  • Ilse Korotin [Hg.]: biografiA. Lexikon österreichischer Frauen. Band 1. Wien / Köln / Weimar: Böhlau Verlag 2016, S. 726
  • Otto Schneider: Der Gesellschafts-, Volks- und Kunsttanz von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Hollinek 1985
  • Liselotte Denk: Fanny Elßler. Tänzerin eines Jahrhunderts. Legende und Wirklichkeit. Wien / München: Amalthea 1984, S. 61
  • Riki Raab: Tanz und Gelehrsamkeit. Hermine Eßler, Mäzenatin der Universität. In: Presse, 10.07.1965, 11.07.1965
  • Riki Raab: Hermine Eßler und die Universität. In: Wiener Geschichtsblätter 20 (1965), S. 492 ff.
  • Oesterreichisches Musiklexikon: Elßler, Familie [Stand: 05.02.2018]