Heinz Conrads

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Personenname Conrads, Heinz
Abweichende Namensform Conrads, Heinrich, Hansal, Heinrich
Titel Prof.
Geschlecht männlich
GND 118521896
Geburtsdatum 21.12.1913
Geburtsort Wien
Sterbedatum 09.04.1986
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 17.04.1986
Friedhof Friedhof Hietzing
Grabstelle Gruppe 16, Nummer 35E
Ehrengrab ja
Beruf Schauspieler, Komiker
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung / Musiksammlung
Verkehrsfläche Heinz-Conrads-Park
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  24.02.2017 durch WIEN1\lanm09bar
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Robert Stolz-Ehrenring1977
Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold14 Mai 198116 Mai 1981
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse21 November 1966
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien9 September 1958
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien23 Mai 1969
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse14Zichygasse9

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Heinz Conrads wurde am 21. Dezember 1913 in Wien als Heinrich Hansal geboren, hieß aber 1922 bereits Conrads.[1] Er war ein Sohn von Marie, Maria oder Mitzi Hansal, später Conrads, * 1890 in Gatterschlag im südlichsten Böhmen,[2] bestattet 4. April 1985 im Baumgartner Friedhof. Der Schauspieler und Komiker starb am 9. April 1986 in Wien (Hietzinger Friedhof). Als Gattin schien 1940 auf einem Meldezettel Lilly Conrads, geb. Peter, auf. 1953 heiratete er Erika Cecek.

Biographie

Heinz Conrads erlernte die Modelltischlerei (Gesellenprüfung 1931), wandte sich aber bald dem Theater zu (Schauspieler und Regisseur in Laiengruppen und Theatervereinen). 1933 trat er in den Bundesheerkader ein, 1939 machte er den Krieg in Polen mit, betätigte sich (nach schwerer Erkrankung) jedoch als Conferencier und Parodist, lernte Heinz Sandauer kennen, nahm Schauspielunterricht (Eignungsprüfung 1942) und wurde 1942 von Friedl Czepa ans Stadttheater (8) engagiert.

Nach Kriegsende verhalf die Konzert- und Variete-Agentur Hans Neroth Conrads zu Kabarett-Engagements (1945-1948 und 1950-1955 [unter Karl Farkas] trat er im "Simpl" auf); daneben spielte er weiterhin im Stadttheater sowie (Direktion Franz Stoß) im Bürgertheater und betätigte sich bei den verschiedensten Veranstaltungen als Conferencier; 1952 wirkte er bei den Salzburger Festspielen im "Jedermann" mit (Dünner Vetter).

Ab 1946 arbeitete Conrads beim Rundfunk ("Was machen wir am Sonntag, wenn es schön ist?", ab 1947 "Was gibt es Neues hier in Wien?", später "Was gibt es Neues?"); über drei Jahrzehnte waren Gustav Zelibor († 1978) und Carl de Groof seine ständigen musikalischen Begleiter am Klavier.

Neben einer beginnenden erfolgreichen Filmtätigkeit spielte Conrads ab 1953 (Direktion Franz Stoß) am Theater in der Josefstadt (Debüt mit Hans Moser in "Der Krampus" von Hermann Bahr).

1955 begann Conrads' Tätigkeit beim Fernsehen (1957 erstmals "Was sieht man Neues?" am Samstagabend, später "Guten Abend am Samstag", eine Sendung, die sich 30 Jahre auf dem Programm halten konnte).

Nach einem Debüt in der Staatsoper spielte er ab 1973 oftmals in der Volksoper den Frosch in der "Fledermaus"; er war auch ein hervorragender Interpret des Wienerlieds (besonders bekannt wurden "Der Schuster Pokerl", "Bitt' Sie, Herr Friseur", "Der alte Novotny", "Stellt's meine Ross' in Stall").

Insgesamt 54 Auszeichnungen (darunter Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich, Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien [1969], Großes Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich, Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold [1981], Ehrenmitglied des Männergesang-Vereins, Ehrenmitglied der Volksoper); Professor (1973). Der Heinz-Conrads-Park befindet sich im 14. Bezirk unweit von Conrads' letztem Wohnsitz.

Nachlass in der Musiksammlung und der Handschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus.

Einzelnachweise

  1. Auszug aus der Geburtsmatrix, siehe Historische Meldezettel Conrads'
  2. siehe Wikipedia: Kačlehy

Quellen

Links