Haus Ast

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Gartenfront der Villa Ast
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1909
Jahr bis
Andere Bezeichnung Mahler-Werfel-Villa
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Eduard Ast
Einlagezahl
Architekt Josef Franz Hoffmann
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Haus Ast 002.jpg
Bildunterschrift  Gartenfront der Villa Ast
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, D 76617: Der Architekt, Februar 1912, Tafel 9
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
19Steinfeldgasse2
19Wollergasse12

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Haus Ast (19, Steinfeldgasse 2, Wollergasse 12), später Haus Hochstätter beziehungsweise Mahler-Werfel-Villa, von Josef Hoffmann 1909-1911 für den Bauunternehmer Eduard Ast errichtet. Das zweistöckige, auf einem Sockelgeschoß ruhende Haus unterscheidet sich auffallend von früheren Bauten des Architekten und stellt das Glanzstück seines Schaffens in Wien dar. Der einfache Baukörper wirkt klassizistisch (Fenster mit einfachem Dekor und charakteristischen Kanneluren an der Fassade). Der Maler Carl Moll erwarb die Villa, die von Josef Hoffmann exklusiv eingerichtet worden war, für seine Stieftochter Alma, die Gattin Gustav Mahlers, die hier bis 1938, zuletzt mit ihrem dritten Gatten, Franz Werfel (zweiter Gatte Walter Gropius), wohnte. Die Villa war zu dieser Zeit ein geistiges und kulturelles Zentrum Wiens: hier verkehrten Alban Berg, Egon Friedell, Gerhart Hauptmann, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Thomas Mann, Hans Pfitzner, Arthur Schnitzler, Arnold Schönberg und Bruno Walter. 1945 aus der Emigration zurückgekehrt, verkaufte Alma Mahler-Werfel den Besitz um 40.000 Schweizer Franken.


Literatur

  • Eduard F. Sekler: Josef Hoffmann. Das architektonische Werk. Monographie und Werkverzeichnis. Hg von der Akademie der Bildenden Künste Wien. Salzburg [u.a.]: Residenz-Verlag 1982
  • Ottokar Uhl: Moderne Architektur in Wien von Otto Wagner bis heute. Wien [u.a.]: Schroll 1966, S. 76
  • Dietmar Steiner: Architektur in Wien. [350 sehenswerte Bauten]. Hg. vom Magistrat der Stadt Wien. Wien: Magistrat d. Stadt 1984, S. 100
  • Wilhelm Mrazek / Erich Boltenstern: Josef Hoffmanns Haus für Carl Moll renoviert. In: Alte und moderne Kunst. Österreichische Zeitschrift für Kunst, Kunsthandwerk und Wohnkultur, Heft 19 (1947), S. 24 ff.