Hans Weigel

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Personenname Weigel, Hans
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 118630083
Geburtsdatum 29.05.1908
Geburtsort Wien
Sterbedatum 12.08.1991
Sterbeort Maria Enzersdorf, Niederösterreich
Begräbnisdatum 20.08.1991
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Grab 33G, Nummer 79
Ehrengrab
Beruf Schriftsteller, Theaterkritiker, Übersetzer, Kabarettist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung / Musiksammlung
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  13.02.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Donauland-Preis (Kategorie:Sachbuch)6 November 1978
Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik1983
Ehrenring der Stadt Wien7 Dezember 198212 Januar 1983
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse13 März 1967
Goldener Rathausmann22 Mai 1969
Preis der Stadt Wien für Publizistik19 Juni 1972
Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes SteiermarkJuni 1988
Johann-Nestroy-Ring der Stadt Wien11 April 1978
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandDezember 1986
Kulturpreis des Landes Niederösterreich für Dichtkunst20 Dezember 1976

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NameVerwandtschaftsgrad
Gertrud RamloGattin
Elvira HoferGattin
Elfriede OttLebensgefährtin
NameBeziehung
Jeannie EbnerFreundin

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Hans Weigel, * 29. Mai 1908 Wien, † 12. August 1991 Maria Enzersdorf, Niederösterreich (Wiener Zentralfriedhof, Grab 33G, Nummer 79 [Grabwidmung ehrenhalber]), Schriftsteller, erste Gattin Gertrud Ramlo (eigentlich Kugel (1937-1947?), zweite Gattin Elvira Hofer (nach 1947); ab 1964 Lebensgemeinschaft mit Elfriede Ott.

Besuchte das Akademische Gymnasium, studierte an den Universitäten Hamburg und Berlin Jus, kehrte 1928 nach Wien zurück und wurde Mitarbeiter des Paul-Zsolnay-Verlags. 1931 hielt er sich längere Zeit in Paris auf und begann sich dort schriftstellerisch zu betätigen. Wieder nach Wien zurückgekommen, arbeitete er als Satiriker für die Kabaretts "Stachelbeere", "Lieber Augustin" und "Literatur am Naschmarkt", dichtete aber auch Chansontexte. 1938-45 verbrachte er in der Emigration (Schweiz), schrieb seinen antifaschistischen Roman "Der grüne Stern" (1945) und arbeitete als Dramatiker und Verlagslektor.

Bereits 1945 kam Weigel wieder nach Österreich, arbeitete nunmehr fürs Theater (beispielsweise Bearbeitung von Nestroy-Stücken, Übersetzung von Werken Molières), gab Anthologien junger Schriftsteller heraus (Stimmen der Gegenwart, 1951-1954) und veröffentlichte ab 1956 zahlreiche eigene Werke (O du mein Österreich, 1956; Flucht vor der Größe, 1960; Tirol für Anfänger, 1964; Die Leiden der jungen Wörter, 1974; Die 1000 Todsünden, 1988; Das Scheuklappensyndrom, 1990), in denen er sich kritisch und satirisch mit Österreich und seinen Bewohnern auseinandersetzte.

Sein Naheverhältnis zur Musik fand Niederschlag in mehreren Büchern (Das kleine Walzerbuch, 1965; Das Buch der Wiener Philharmoniker, 1967).

Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse (1967), Preis der Stadt Wien für Publizistik (1972), Nestroy-Ring (1978), Kulturpreis des Landes Niederösterreich für Dichtkunst (1976), Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik (1983), Ehrenring der Stadt Wien (1982). Nachlass in der Wienbibliothek im Rathaus.

Gedenktafel Café Raimund (7, Museumstraße 6; enthüllt 3. März 1993).

Literatur

  • Hans Giebisch / Gustav Gugitz: Bio-Bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Hollinek 1963
  • Werner Röder / Herbert A. Strauss: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International biographical dictionary of Central European émigrés 1933-1945. Hg. vom Institut für Zeitgeschichte München und von der Research Foundation for Jewish Immigration. München [u.a.]: Saur 1980-1999
  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Hrsg. von Herbert A. Frenzel [u.a.]. Berlin: de Gruyter 1956
  • Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich. Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus. [Zusammenstellung der Ausstellung: Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Katalog: Gabriele Koller ... Für den Inhalt verantwortlich: Oswald Oberhuber]. Wien: Zentralsparkasse 1982
  • Murray G. Hall / Gerhard Renner: Handbuch der Nachlässe und Sammlungen österreichischer Autoren. Wien [ u.a.]: Böhlau 1992 (Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur, 23)
  • Gerhard Renner: Die Nachlässe in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Wien 1993
  • Die Zeit, 23.08.1991
  • Furche, 22.08.1991
  • Standard, 13.08. 1991
  • Wiener Zeitung, 29.05.1988
  • Christian Brandstätter: Stadtchronik Wien. 2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern. Wien [u.a.]: Brandstätter 1986, S. 455
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 20.05.1988; 13.08.1991; 14.08.1991; 16.08.1991; 18.02.1994