Hanns Leo Mikoletzky

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Personenname Mikoletzky, Hanns Leo
Abweichende Namensform
Titel Dr. phil, Univ.-Prof, Dr. h.c., Hofrat
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 09.11.1907
Geburtsort Esseg Slawonien
Sterbedatum 09.03.1978
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 23.03.1978
Friedhof Feuerhalle Simmering, Abteilung 8, Ring 2, Reihe 9, Nr. 1
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Historiker, Bibliothekar, Archivar
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs1968
Leiter des Finanz- und Hofkammerarchivs1950
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich20 Dezember 1972
Wiener Ehrenmedaille in Gold24 April 197811 Juni 1980
Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland1974
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Innere StadtFriedrichstraße2

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Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Mikoletzky Hanns Leo, * 9. November 1907 Esseg, Slawonien (Osijek, Kroatien), † 9. März 1978 Wien (Krematorium, Urnenhain), Historiker, Bibliothekar, Archivar, Sohn des Rudolf Mikoletzky (1879-1941), Major des Generalstabs beim Armeeoberkommando bzw. 1919/1920 Oberstleutnant des Österreichischen Bundesheers, Gattin (1936 Prag) Karoline Haase von Wranau (1906-1982). Die Familie übersiedelte 1911 aus der Garnisonsstadt Esseg nach Wien. Mikoletzky besuchte das Piaristengymnasium und studierte an der Universität Wien Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte und katholische Theologie (Dr. phil. 1933), trat 1934 in die Bibliothek der Technischen Hochschule Wien ein und absolvierte das Institut für Österreichische Geschichtsforschung (Staatsprüfung 1937). In der Zeit des Nationalsozialismus leistete er Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb. 1947 trat Mikoletzky in das Österreichische Staatsarchiv, Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchiv, ein und habilitierte sich im selben Jahr an der Universität Wien für Geschichte des Mittelalters und Quellenkunde. (1963 tit. ao. Prof.). 1950 wurde er Leiter des Finanz- und Hofkammerarchivs, 1968-1972 war er Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, darunter Kaiser Heinrich II. und die Kirche (1946), Geschichte lebt (1957), Europa und die Geschichte (1960), Kaiser Franz I. Stephan und der Ursprung des habsburgisch-lothringischen Familienvermögens (1961), Der Weg aus dem Gestern (1962) und Österreichische Zeitgeschichte. Vom Ende der Monarchie bis zum Abschluß des Staatsvertrages 1955 (1962, ²1964, ³1969; seit 1972 unter dem Titel „Österreich im 20. Jahrhundert"), Österreich. Das große 18. Jahrhundert (1967) und Österreich. Das entscheidende 19. Jahrhundert (1972). Dr. h. c. (Univ. Cluj [Klausenburg]). Wohnte 1, Friedrichstraße 2.

Literatur

  • Neue deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Berlin: Duncker & Humblot 1953 - lfd.
  • Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 86 (1978), S. 289 ff.
  • Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs. Band 25. Innsbruck [u.a]: Studienverlag / Wien: Österreichische Staatsdruckerei / Bozen: Studienverlag 1972, S. 1 ff.
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 08.11.1972, 03.11.1977