Gloriette

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Die Gloriette auf dem Schönbrunner Berg (1967)
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1772
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Johann Ferdinand Hetzendorf
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname Gloriette.jpg
Bildunterschrift  Die Gloriette auf dem Schönbrunner Berg (1967)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 67471/2
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
13Schönbrunner Schloßstraße47

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Gloriette (13, Schönbrunner Schlosspark), auf der Höhe des Schönbrunner Bergs 1772-1775 nach einem Entwurf von Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg im Zuge der von ihm im Auftrag Maria Theresias durchgeführten klassizistischen Umgestaltung des Schönbrunner Schlossparks als dessen Abschluss errichtet. Der Berg ist mit Serpentinenwegen ausgestattet. Nach dem ersten Projekt Johann Bernhard Fischers von Erlach (1688) hätte auf dieser Anhöhe das Hauptgebäude des Schönbrunner Schlosses entstehen sollen, nach dem zweiten Projekt (1693) ein Belvedere.

Die Genesis des Gloriettebaus dürfte Hetzendorf von einer lockeren spätbarocken Lusthauskonzeption in Form eines antiken Triumphbogens mit asymmetrischen Details zu der auf Frontalität berechneten breitgelagerten frühklassizistischen rundboglichen Ehrenkolonnade geführt haben (offene Halle in Form eines dreiachsigen risalitartigen Triumphbogens mit zwei jeweils vierachsigen Flügeln und weitläufigen Stiegenaufgängen). Die Trophäengruppen zu beiden Seiten (von Johann Baptist von Hagenauer) und die Bildhauerarbeiten von Benedikt Henrici und Wilhelm Zecherl erinnern an Gefallene. Für diese Ruhmeshalle der Armee wurden Säulen und Bogenteile des Simmeringer Neugebäudes verwendet. Die Gloriette ist der bekrönende Point de vue der Längsachse des die davor und dahinter liegenden Wasserflächen symbolisierte Brücke aus einer Folge flachkuppeliger Gewölbe (vergleiche unter anderem den Entwurf von Palladio für die venezianische Rialtobrücke). Ernst Moritz Arndt bezeichnete die Gloriette 1798 als den "schönsten Punkt Schönbrunns".

Der am 21. Februar 1945 zerstörte Ostflügel der Gloriette (im Park und im Tiergarten schlugen 268 Bomben ein) wurde 1947/1948 rekonstruiert (Reste beschossener Architekturteile liegen seitlich im Park).

Bis 1996 wurde die Gloriette unter Bedachtnahme auf denkmalpflegerische Aspekte verglast, sodass ein ganzjährig geöffnetes Kaffeehaus eingerichtet werden konnte.

Literatur

  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 143 f.
  • Felix Czeike: XIII. Hietzing. Mit ausführlicher Beschreibung, Karten- und Grundrißskizzen von Schönbrunn. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1982 (Wiener Bezirkskulturführer, 13), S. 48
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 4: Profane Topographie nach den 21 Bezirken (2.-21. Bezirk). Wien: Jugend & Volk 1958, S. 353 ff.
  • Schönbrunn