Gerhard Tötschinger

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Personenname Tötschinger, Gerhard
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 120512408
Geburtsdatum 26.06.1946
Geburtsort Wien
Sterbedatum 10.08.2016
Sterbeort Sankt Gilgen
Begräbnisdatum
Friedhof Wiener Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 12B, Reihe 7, Nummer 8
Ehrengrab ehrenhalber
Beruf Schauspieler, Intendant, Autor
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
Letzte Änderung am  30.06.2017 durch WIEN1\lanm09hug
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Intendant der Sommerspiele "Fest in Hellbrunn19821993
Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf19992002
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Großes Verdienstzeichen des Landes NÖ29 Juni 2006
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien3 Juni 20144 März 2015
Buchpreis der Wiener Wirtschaft2012
Goldene Ehrenmedaille der Stadt Salzburg

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NameVerwandtschaftsgrad
Christiane HörbigerLebensgefährtin

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Gerhard Tötschinger, * 26. Juni 1946 Wien, † 10. August 2016 Sankt Gilgen, Schauspieler, Intendant, Autor.

Biographie

Gerhard Tötschinger besuchte das Akademische Gymnasium in Wien, an dem er 1965 maturierte. Ein Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte brach er nach kurzer Zeit ab und nahm stattdessen Schauspielunterricht bei Zdenko Kestranek und Gesangsunterricht bei Arthur Karg-Bebenburg. Sein Debüt als Schauspieler gab Tötschinger im Jahr 1966, danach spielte er auf verschiedenen deutschsprachigen Bühnen, z. B. im Volkstheater in Wien. Ab 1973 übte er leitende Funktionen in verschiedenen Kulturinstitutionen aus: Er war Intendant des Theaters im Burgenland (1973–1977), Oberspielleiter des Stadttheaters Klagenfurt (1977–1981), Intendant des Festes in Hellbrunn-Salzburg (1982–1994), künstlerischer Leiter des Festivals Arteuropa Todi/Umbrien (1994–1999) sowie Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf (1999–2001). Daneben verfasste er ein umfangreiches schriftstellerisches Werk, seine Publikationsliste umfasst rund 40 selbständig erschienene Bücher; er war als freier Regisseur tätig, gestaltete Dokumentationen (z. B. über seine Lebensgefährtin Christiane Hörbiger) und arbeitete an mehreren TV-Serien mit, in denen er auch als Moderator in Erscheinung trat (z. B. im "Quiz in Rot-Weiß-Rot").

Tötschinger zeigte immer wieder gesellschaftspolitisches Engagement, wobei er seine Prominenz gezielt einzusetzen verstand. Er widmete sich früh dem Denkmalschutz und war Vorstandsmitglied der Österreichischen Gemeinnützigen Baukulturstiftung. Außerdem war er Mitglied des ORF-Publikumsrats und ORF-Stiftungsrats (für den ihn der Seniorenbund nominierte) und gehörte dem Kulturbeirat von ORF III an.

Tötschinger war zwischenzeitlich auch parteipolitisch aktiv: 2010 kandidierte er für die ÖVP bei der Wiener Gemeinderatswahl. Als Quereinsteiger wurde er auf Platz 2 der Bezirksliste Döbling gesetzt, dessen Bezirksvorsteher Adolf Tiller Tötschinger ein Jahr darauf auch ins Gespräch um den neuen VP-Wien-Chef gebracht haben soll. Der Einstieg in die Wiener Landespolitik gelang allerdings nicht.


Literatur


Links