Gasometer-City

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gasometer D, Wien Simmering
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1899
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au, Manfred Wehdorn, Wilhelm Holzbauer
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Gasometer390px.png
Bildunterschrift  Gasometer D, Wien Simmering
Bildquelle KDZZentrum für Verwaltungsforschung - Zentrum für Verwaltungsforschung
Bildrechte CC BY 4.0
BezirkStraßeHausnummer
11Guglgasse6-14

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Gasometer-City (11, Guglgasse 6-14). Die vier denkmalgeschützten Simmeringer Gasometer wurden nach erfolgter Ausschreibung bei Erhaltung der Fassaden zu einer Baueinheit verbunden. In den untersten drei Etagen des Gasometers A befinden sich Handels- und Gastronomiebetriebe. Eine Shopping-Mall durchzieht die Gasometer A bis D in der dritten Etage samt Verbindung zu einem außerhalb errichteten Veranstaltungszentrum. die Gasometer A (Architekt Jean Nouvel; neun Sektoren mit Eigentumswohnungen), B (Coop Himmelb[l]au; Errichtung eines schildförmigen Vorbaus auf der nördlichen Seite des Gasometers) und C (Architekt Manfred Wehdorn [1985-1989 Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Industrial Heritage" beim Europarat, 1998 Vertreter Österreichs für Fragen der Denkmalpflege in der Europäischen Kommission in Brüssel]) wurden für Wohnzwecke eingerichtet. Im Gasometer D (Guglgasse 14, Architekt Wilhelm Holzbauer) wurde auf sechs Etagen das Wiener Stadt- und Landesarchiv untergebracht.

Blick durch die Glasflächen von der Main Mall in Gasometer C Richtung Wohnungen bzw. Kuppel. Die schwarzen Flächen sind Schnee. Jänner 2017
Glasflächen des Gasometer C mit teilweiser Schneebedeckung

Die Gasometer-City besitzt eine Anbindung an die U-Bahnlinie 3 (Station Gasometer) und an das erwähnte Veranstaltungszentrum (mit Multiplex-Kino). Die offizielle Eröffnung der Gesamtanlage erfolgte am 31. August 2001.

Da sich das Konzept der Shopping-Mall nicht bewährte, nach einem Rechnungshofbericht waren von 2007 bis 2009 nur 50 Prozent der Flächen vermietet, erfolgte bis 2013 eine Umgestaltung in die größte Music-City Mitteleuropas. Deren Zentrum bilden Musikschulen und -geschäfte, unter anderem die Wiener Popakademie, in der Jugendliche in ihrer Freizeit zu Popmusikern ausgebildet werden, das Jam Music Lab, ein Jazz-Pop-Konservatorium für angehende Berufsmusiker. Ein Konzertraum bietet die Möglichkeit von Aufführungen vor Ort.

Zur füheren Nutzung der Gebäudes siehe Gasometer


Literatur

  • Helmut Kretschmer: Gasometer in Wien. Industrie- und Technikdenkmale im Wandel der Zeit. In: Veröffentlichungen des Wiener Stadt- und Landesarchivs. Reihe B: Ausstellugskataloge, Heft 62 (2001)
  • Petra Leban: Die "Giganten von Simmering" sind 100!. In: Simmeringer Museumsblätter 60 (1999), S. 607 ff.
  • Millmann-Pichler: Vier Schwedenbomben und ein Knickwafferl - die Gasometer City. In: Perspektiven 5-6 (2001). S. 32 ff.
  • Ferdinand Opll: Ein Archivbau der besonderen Art. In: Scrinium 53 (1999), S. 291 ff.
  • August Sarnitz: Wien. Neue Architektur 1975-2005. Wien / New York 2003, S. 120 ff.
  • Eva Winroither: Neue Töne aus dem Gasometer: Gesang statt Shopping. In: Die Presse, 20.4.2013