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Felix Czeike

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Archivdirektor i.R. Hofrat Dr. Felix Czeike
Personenname Czeike, Felix
Abweichende Namensform
Titel Dr. phil., a.o. Univ.-Prof., Hofrat
Geschlecht männlich
GND 119554364
Geburtsdatum 21.08.1926
Geburtsort Wien
Sterbedatum 23.04.2006
Sterbeort Meran
Begräbnisdatum 05.05.2006
Friedhof Friedhof Hernals
Grabstelle Gruppe 14, Grab 23
Ehrengrab ehrenhalber
Beruf Historiker, Archivar
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wienbibliothek im Rathaus / Musiksammlung
Verkehrsfläche Czeikestraße
Denkmal
Quelle Gedenktage
Letzte Änderung am  31.07.2017 durch WIEN1\lanm09was
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Bildname Dr Felix Czeike.jpg
Bildunterschrift  Archivdirektor i.R. Hofrat Dr. Felix Czeike
Bildquelle Ernst Reichenfelser; Wiener Stadt- und Landesarchiv
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
FunktionFunktion vonFunktion bis
Direktor des Wiener Stadt- und Landesarchivs9 Juli 197631 Juli 1989
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Preis der Stadt Wien für Volksbildung2002
Richard-Meister-Medaille12 März 1982
Theodor-Georg-Ritter-von-Karajan-Medaille19 März 1981
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien16 Dezember 19862 März 1987
Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold22 Oktober 1996
Theodor-Körner-Preis für Soziale und Geisteswissenschaften1955
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse7 Dezember 1990

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NameVerwandtschaftsgrad
Helga CzeikeGattin

Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Felix Czeike, * 21. August 1926 in Wien; † 23. April 2006 in Meran, war Historiker, Archivar und langjähriger Direktor des Wiener Stadt- und Landesarchivs. Er gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Stadthistoriker des 20. Jahrhunderts. Sein Lebenswerk umfasst zahlreiche Bücher und hunderte andere Publikationen, die sich vorwiegend mit der Stadtgeschichte Wiens befassen. Hauptwerk ist das sechsbändige Historische Lexikon Wien.


Biographie

Der als Sohn eines Ministerialbeamten 1926 in Wien 10, Knöllgasse 20-24, geborene Felix Czeike besuchte ein humanistisches Gymnasium in Wien, studierte an der philosophischen Fakultät der Universität Wien (Geschichte, Kunstgeschichte, Geographie, Germanistik 1945-1951) und promovierte 1950 zum Doktor der Philosophie. Im selben Jahr legte er auch die Staatsprüfung am Institut für Österreichische Geschichtsforschung ab. Danach folgten noch zwei Semester an der juridischen Fakultät. 1953-1954 arbeitete er in der Sozialversicherung. 1952 begann er mit seiner wissenschaftlichen Arbeit (erste Publikation 1953, Arbeiterkammerpreis 1954, Theodor-Körner-Preis 1955 und 1956). Ab 1954 war er Mitarbeiter im Wiener Stadt- und Landesarchiv. Seit 1957 war Czeike auch Vorstandsmitglied des Vereins für Geschichte der Stadt Wien. Seine Kontakte nützte er geschickt, um in vielfältiger Weise Akzente auf dem Feld der Erforschung der Wiener Stadtgeschichte zu setzen. Czeike entwickelte eine umfangreiche persönliche Publikationstätigkeit, die alle Epochen der Wiener Stadtgeschichte umfasste. 1974 wurde er stellvertretender Leiter des Wiener Stadt- und Landesarchivs, 1976 übernahm er dessen Leitung, die er bis zu seiner Pensionierung 1989 innehatte. 1977 wurde er Leiter der Zweigstelle Wien des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Stadtgeschichtsforschung Linz, die im Wiener Stadt- und Landesarchiv angesiedelt war und die er bis 2002 leitete. Von 1993 bis 2003 war er Präsident des Vereins für Geschichte der Stadt Wien. Für seine Leistungen erhielt Czeike zahlreiche Auszeichnungen (Auswahl): 1979 wurde ihm der Berufstitel außerordentlicher Universitätsprofessor der Universität Wien verleihen, 1983 erhielt er die Theodor-Georg-Ritter-von Karajan-Ehrenmedaille für Verdienste um die Wiener Stadtgeschichtsforschung, 1985 folgte der Berufstitel Hofrat, 1987 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Wien, 1991 von der Republik Österreich das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse, 2003 der Preis der Stadt Wien 2002 in der Sparte Volksbildung.

1989 trat er in den Ruhestand, um sich sofort seinem Hauptwerk zu widmen. Von 1992 bis 2004 publizierte er das sechsbändige Historische Lexikon Wien mit rund 3.700 Seiten und mehr als 30.000 Stichworten, das als Standardwerk zur Geschichte Wiens gilt. Unterstützung erhielt er über Jahrzehnte durch die Mitarbeit seiner Frau, Dr. Helga Czeike, die beim 6. Band auch als Mitherausgeberin aufscheint. Erfahrung mit der Arbeit an Lexika hatte er schon bei der Neuauflage der 1974 von ihm herausgegebenen Überarbeitung von Richard Groners Standardwerk, dem "Großen Groner Wien Lexikon", gesammelt.

Am 23. April 2006 verstarb Felix Czeike unerwartet während eines Aufenthaltes in Meran.

Nachlass im Wiener Stadt- und Landesarchiv, Teilnachlass in der Musiksammlung der Wienbibliothek im Rathaus.

Czeikestraße

O-Ton

Quellen

Literatur

Links

Quellen