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Die Muskete

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Muskete, satirisch-humoristische Wochenzeitschrift, begründet 1905 von Wilhelm Freiherr von Appel (* 1875 Wien, † 22. November 1911 Wien 13, Schweizertalstraße 16), erschien bis 1941. Die Muskete, ursprünglich für Offizierskreise bestimmt, fand später weitere Verbreitung und wurde sehr populär; da Appel sich mit Erfolg das Ziel gesetzt hatte, sie zu einem österreichischen Pendant des "Simplicissimus" zu gestalten, erlangte sie rasch große Bedeutung. Sie kämpfte gegen Auswüchse im politischen, bürokratischen, klerikalen, militärischen und sozialen Bereich (das heißt gegen "alle schädlichen Einflüsse im öffentlichen Leben, wo immer sie herrühren mögen"). Anfangs legte man Wert auf literarisch-satirischen Inhalt und künstlerisch-drucktechnnisch gute Aufmachung. Während des Ersten Weltkriegs entwickelte sich Die Muskete zu einem "lustigen Soldatenblatt". 1919 verschwand der Untertitel "Humoristische Wochenschrift" und Die Muskete wandelte sich vom Witzblatt zur illustrierten Herrenzeitschrift. Mitarbeiter waren unter anderem Max Brod, Franz Theodor Csokor, Joseph August Lux, Walter von Molo, Alfred Polgar, Alexander Roda Roda, Rudolf Stürzer, Josef Weinheber und Anton Wildgans, Illustrationen lieferten unter anderen Alfred Gerstenbrand, Remigius Geyling, Fritz Schönpflug (bis 1918, vor allem Soldatenszenen), Franz Wacik und K. A. Wilke; die Karikaturen von Schönpflug trugen wesentlich zur Verbreitung des Blatts bei. Als die Gründergeneration der Muskete ausgeschieden war, begann ihr Niveau rasch zu sinken.

Literatur

  • Murray G. Hall [u.a.]: Die Muskete. Kultur- und Sozialgeschichte im Spiegel einer satirisch-humoristischen Zeitschrift. 1905 - 1941. Wien: Edition Tusch 1983