Clara Katharina Pollaczek

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Personenname Pollaczek, Clara Katharina
Abweichende Namensform Loeb, Clara Katharina, Bob, Béol
Titel
Geschlecht weiblich
GND 13950916X
Geburtsdatum 15.01.1875
Geburtsort Wien
Sterbedatum 22.07.1951
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Schriftstellerin, Übersetzerin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  28.04.2016 durch WIEN1\lanm09was
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Pollaczek Clara Katharina, geborene Loeb (Pseudonym Bob, Béol), * 15. Jänner 1875 Wien, † 22. Juli 1951 Wien, Schriftstellerin (Erzählerin, Lyrikerin), Übersetzerin.

Biographie

Clara Loeb wurde in eine wohlhabende großbürgerliche Familie geboren und privat unterrichtet. 1896 lernte sie Hugo von Hofmannsthal und Arthur Schnitzler kennen. Im darauffolgenden Jahr veröffentlichte sie in der “Neuen Deutschen Rundschau“ unter dem Pseudonym “Bob“ die Szenenfolge “Mimi. Schattenbilder aus einem Mädchenleben“, was aufgrund einiger erotischer Szenen einen kleinen Skandal auslöste. Am 10 Mai 1898 heiratete sie im “Wiener Stadttempel“ den Erben der größten Rohlederhandlung der Monarchie, Otto Pollaczek. Der Ehe entstammten zwei Söhne, Hermann Erich und Karl Friedrich. Nach dem Niedergang seiner Firma setzte Otto Pollaczek 1908 seinem Leben ein Ende. 1918 nahm Clara Pollaczek offiziell den zweiten Vornamen Katharina an. 1923 begann ihre achtjährige Beziehung zu Arthur Schnitzler, die bis zu seinem Tod anhalten sollte. Mehr als 500 gemeinsame Kinobesuche sind belegt. Weiterhin war Clara Katharina Pollaczek literarisch tätig, so veröffentlichte sie etwa 1929 “Die Schönheit der Konstanze“ und “Aufstieg“ sowie 1930 “Zwischen den Generationen“. Da ihr verstorbener Mann Otto in Prag geboren war, war auch Clara Katharina tschechoslowakische Staatsbürgerin. Daher konnte sie nach dem sogenannten “Anschluss“ zunächst nach Prag und 1939 nach Genf reisen, wo sie bis Kriegsende blieb. 1945 ging Clara Katharina Pollaczek mit ihrem Sohn Karl nach England, kehrte aber 1948 wieder nach Wien zurück. Ein literarischer Neuanfang glückte ihr nicht. 1949 überließ sie der damaligen Stadtbibliothek das Typoskript-Konvolut “Arthur Schnitzler und ich“.


Literatur

  • Renate Wagner: Clara Katharina Pollaczek. In: Frauenblatt, 16.05.1992
  • Murray G. Hall / Gerhard Renner: Handbuch der Nachlässe und Sammlungen österreichischer Autoren. Wien [ u.a.]: Böhlau 1992 (Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur, 23)
  • Stephan Kurz / Michael Rohrwasser [Hg.]: "A. ist manchmal wie ein kleines Kind“. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Wien: Böhlau 2012
  • Renate Wagner: Frauen um Arthur Schnitzler. Wien: Verlag für Jugend &Volk 1980
  • Renate Wagner: Arthur Schnitzler und seine Zeit. Wien: Amalthea 2006
  • Frauen in Bewegung 1848 – 1938: Clara Katharina Pollaczek