Christian Griepenkerl

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Christian Griepenkerl
Personenname Griepenkerl, Christian
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 17.03.1839
Geburtsort Oldenburg
Sterbedatum 21.03.1916
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Hietzinger Friedhof, dann Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof, Grab 0, Nummer 79
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Maler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Griepenkerlgasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  13.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Christiangriepenkerl.jpg
Bildunterschrift  Christian Griepenkerl
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-003491
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse13Lainzer Straße49

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Griepenkerl Christian, * 17. März 1839 Oldenburg, † 21. März 1916 Wien 13, Lainzer Straße 49 (Hietzinger Friedhof, dann Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof, Gruppe 0, Nummer 79), Historien- und Porträtmaler.

Kam 1855 nach Wien um bei Carl Rahl an der Akademie der bildenden Künste zu studieren. Sein Lehrer und er arbeiteten an Fresken im Stiegenhaus des Waffenmuseums im Arsenal, an Wandgemälden in der griechischen (nichtunierten) Kirche (1860) sowie an der Ausgestaltung der Palais Todesco (1, Kärntner Straße 51) und Sina (1, Hoher Markt 8) mit. Nach dem Tod Rahls vollendete Griepenkerl gemeinsam mit Hans Bitterlich die Fresken im Zuschauerraum der Oper nach dessen Entwürfen und schuf auch den (1945 zerstörten) Vorhang für die tragische Oper „Orpheus", 1865-1869. Von Griepenkerl allein stammen: der Plafond im Salon der Beletage des Palais Klein (1, Dr.-Karl-Lueger-Platz 2, vollendet 1870), die Deckengemälde und Plafonds des Salons in der Beletage und im Speisesaal des Ephrussipalais (1, Dr.-Karl-Lueger-Ring 14, vollendet 1871/1872), Bilder in der Villa Simon in Hietzing und ein Fries im Sitzungssaal des Parlaments (1882-1885).

Porträts schuf er unter anderem von Führich, Eitelberger und Rudolf von Alt. 1875-1910 war er Professor, 1877-1910 Leiter einer Spezialschule für Historienmalerei an der Akademie der bildenden Künste, wobei sein Schwerpunkt die allegorische Darstellung mit Benutzung der antiken Mythologie war. Die ehrenvollste Aufgabe, die Griepenkerl zufiel, war die Vollendung der von Anselm von Feuerbach unfertig hinterlassenen Deckenbilder in der Akademie der bildenden Künste („Prometheus als Herdgründer", „Demeter", vollendet 1892). Der Künstler behielt den Stil Rahls bei, ohne dessen Temperament zu besitzen, auch ohne eine eigenständige Entwicklung zu zeigen, weshalb er stark hinter seinen Kollegen zurückstand. Carl Moll, Egon Schiele und Oskar Kokoschka gehörten zu seinen Schülern an der Akademie. Griepenkerlgasse.

Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Band 2: G-K. Wien: Selbstverlag 1973
  • Walther Buchowiecki / Margarethe Poch Kalous: Geschichte der bildenden Kunst in Wien: Geschichte der Malerei in Wien. Das Wiener Kunsthandwerk seit der Renaissance. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1955 (Geschichte der Stadt Wien, Neue Reihe 7/2), Register
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. 11 Bände. Wiesbaden: Steiner 1969-1981, Register
  • Karl Ginhart: Wiener Kunstgeschichte. Wien: P. Neff 1948, S. 244 f.
  • Renate Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1970, S. 200 (Anmerkung 3)
  • Walter Wagner: Geschichte der Akademie der bildenden Künste in Wien. Wien: Rosenbaum 1967 (Veröffentlichungen der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Neue Folge 1), Register
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 25, 58, 77
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Band 2. Wien: Gerlach & Wiedling 1906, S. 328
  • Hietzing. Ein Heimatbuch für den 13. Wiener Gemeindebezirkes. Hg. von der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde in Hietzing. Wien: Österr. Bundesverlag 1925, S. 356
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 18
  • Wiener Zeitung, 23.03.1916
  • Arbeiter-Zeitung. Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs. Wien: Vorwärts-Verlag, 23.03.1916