Annemarie Düringer

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Personenname Düringer, Annemarie
Abweichende Namensform
Titel Kammerschauspielerin
Geschlecht weiblich
GND 128881968
Geburtsdatum 26.11.1925
Geburtsort Arlesheim, Schweiz
Sterbedatum 26.11.2014
Sterbeort Baden
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Schauspielerin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters1949
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien14 Februar 1978
Ehrenring des Wiener Burgtheaters2010
Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich19 November 198523 April 1986
Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold24 Juni 19869 Oktober 1986
Alma Seidler-Ring2 November 2000
Hans Reinhart-Ring1974
Doyenne des Wiener Burgtheaters2001
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse22 Februar 19774 Mai 1977
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien30 November 200516 Dezember 2005

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Annemarie Düringer, * 26. November 1925 Arlesheim, Schweiz, † 26. November 2014 Baden, Schauspielerin.

Biographie

Annemarie Düringer kam als Tochter des Schweizer Industriellen Heinrich Düringer und seiner Frau Marie (geborene Roider) zur Welt. Nach Abschluss der Handelshochschule in Bern studierte sie zunächst am Konservatorium für Musik in Bern. 1946 fing sie in Paris bei René Simon eine Schauspielausbildung an, die sie ein Jahr später am Wiener Max-Reinhardt-Seminar fortsetzte. 1949 wurde sie Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Sie debütierte als Hermia in einer Wiederaufnahme von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". An diesem Haus arbeitete sie in über 70 Rollen unter anderem mit Regisseuren wie Walter Felsenstein (in Ibsens "John Gabriel Borkman“), Leopold Lindtberg, Bernhard Wicki, Peter Hall (Pinters "Alte Zeiten“ 1972), Peter Wood, Thomas Langhoff, Hans Neuenfels, Hans Lietzau (Titelrolle in Lorcas "Bernarda Albas Haus“ 1986) und Claus Peymann (Frau Zittel in Thomas Bernhards "Heldenplatz“) und stand mit den meisten der großen Schauspielerinnen und Schauspieler des 20. Jahrhunderts, wie Werner Krauß oder Paula Wessely auf der Bühne. Zuletzt spielte sie am Burgtheater die Frau in Ionescos "Die Stühle“ in der Regie von Achim Benning, Frau Helseth in Ibsens "Rosmersholm“ in der Regie von Peter Zadek, die Gräfin Gudenus in Thomas Bernhards "Elisabeth II.“ in der Regie von Thomas Langhoff und die Mutter in Jon Fosses "Traum im Herbst“ in der Regie von Joshi Oida. Als Gräfin Gudenus stand sie bis 2007, später noch für Lesungen auf der Bühne. Gastspiele führten sie unter anderem an das Berliner Theater am Kurfürstendamm, an das Berliner Schiller-Theater, an die Münchner Kammerspiele und ans Bayerische Staatsschauspiel, wo sie mit Regisseuren wie Fritz Kortner oder August Everding zusammenarbeitete. Seit 1953 Jahren wirkte sie in zahlreichen Filmen mit. Unter anderem spielte sie in “Der Feldherrenhügel“ und “Du bist die Welt für mich“ in der Regie von Ernst Marischka ebenso wie in Rainer Werner Fassbinders “Berlin Alexanderplatz“ und "Die Sehnsucht der Veronika Voss". 1956 übernahm sie in der Gerhart Hauptmann-Verfilmung "Vor Sonnenuntergang“ die weibliche Hauptrolle. In “Klimt“ (2006) spielte sie in der Seite von John Malkovich die Mutter des Künstlers. Auch in Fernsehserien wie “Derrick“, “SOKO Kitzbühel“ und “Schlosshotel Orth“ war Annemarie Düringer zu sehen. 1992 inszenierte Annemarie Düringer James Saunders’ "Bessere Zeiten" am Theater in der Josefstadt. Außerdem unterrichtete sie am Max-Reinhardt-Seminar.

In ihrem Testament vermachte die bisherige Trägerin Paula Wessely Annemarie Düringer den Alma Seidler-Ring. 2001 wurde Düringer zur Doyenne des Burgtheaters ernannt. 2010 wurde ihr der Ehrenring des Burgtheaters verliehen. Annemarie Düringer starb an ihrem 89. Geburtstag, dem 26. November 2014, in Baden.

Quellen:

Links