Albert Mitringer

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Personenname Mitringer, Albert
Abweichende Namensform
Titel Dr. phil., Prof, Obersenatsrat, Hofrat
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 29.03.1908
Geburtsort Steyr, Oberösterreich
Sterbedatum 29.04.1994
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Friedhof Steyr, Oberösterreich
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Bibliothekar, Volksbildner
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Direktor der Wiener Stadtbibiothek195131 Dezember 1973
Generalsekretär des österreichischen Schriftstellerverbandes
Vizepräsident des Vereines österreichischer Bibliothekare19531956
Vizepräsident des Vereines österreichischer Bibliothekare196826 Mai 1972
Vorsitzender des Direktionsrates der Wiener Symphoniker19571976
Leiter der städtischen Büchereien19451950
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Anton-Bruckner-Ring der Wiener Symphoniker1 Juni 1964
Dr.-Josef-Bick-Medaille1974
Ehrenring der Bregenzer Festspiele1973
Wiener Ehrenmedaille in Gold25 April 197513 Juni 1975

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Mitringer Albert, * 29. März 1908 Steyr, Oberösterreich, † 29. April 1994 Wien (Friedhof Steyr, Oberösterreich), Bibliothekar. Studierte an der Universität Wien Literaturwissenschaft und Psychologie (Dr. phil. 1933) und war ab 1934 bei der Gemeinde Wien in der Volksbildung tätig. 1945 wurde er zum Leiter der Wiener Städtischen Büchereien ernannt und leitete deren Reorganisation und Ausbau ein (Anstieg der Zweigstellen von 23 auf 46). 1950 in die Stadtbibliothek berufen, leitete er diese 1951-1974 als Bibliotheksdirektor. In seiner Amtszeit wurden die Handschriften- und Musiksammlung ausgebaut, sowie größere Depoterweiterungen vorgenommen, eine benützerfreundliche Aushebeordnung realisiert, der sogenannte Zeitungsindex (Erschließung der Wiener Tageszeitungen) und die Biographiensammlung wesentlich erweitert sowie neben rund 160 Kleinausstellungen mehrere große Ausstellungen veranstaltet (darunter 100 Jahre Wiener Stadtbibliothek [1954], Beethoven [1970], Schönberg [1974], Karl Kraus [1974]). Neben der Veröffentlichung von bibliothekswissenschaftlichen Aufsätzen war Mitringer auch schriftstellerisch tätig (Lyrik, kleine Prosa), entfaltete eine umfangreiche literaturkritische Publikationstätigkeit und arbeitete als Herausgeber (1954-1963 Redaktion des Almanachs „Lebendige Stadt", 1954-1973 Betreuung der „Wiener Schriften"); neben der Literatur galt Mitringers große Liebe der Musik. Prof. (1961), Hofrat (1971); Vorsitzender des Direktionsrats der Wiener Symphoniker (1958-1976; wesentlichen Anteil an der hervorragenden Entwicklung des Orchesters in der Nachkriegszeit; Ehrenmitglied und Bruckner-Ring), Generalsekretär (1955-65) und Ehrenmitglied des österreichischen Schriftstellerverbands, Präsident der Vereinigung österreichischer Bibliothekare (1964-1968; Vizepräsident 1953-1956, 1969-1972), Wiener Beethovengesellschaft (Ehrenmitglied); Dr.-Josef-Bick-Ehrenmedaille (1974), Ehrenmedaille in Gold (1975), Ehrenring Bregenzer Festspiele, Silbernes Leopoldskreuz Stift Klosterneuburg.

Literatur

  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Unterlagen der Wienbibliothek im Rathaus (darunter Nachruf von Walter Obermaier)