Alban Berg

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Alban Berg
Personenname Berg, Alban
Abweichende Namensform Berg, Albano Maria Johannes, Berg, Alban Maria Johannes
Titel
Geschlecht männlich
GND 118509322
Geburtsdatum 09.02.1885
Geburtsort Wien
Sterbedatum 24.12.1935
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 28.12.1935
Friedhof Friedhof Hietzing
Grabstelle Gruppe 49 Nummer 24F
Ehrengrab
Beruf Komponist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Alban-Berg-Weg
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  25.01.2017 durch WIEN1\lanm08jan
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Bildname Albanberg.jpg
Bildunterschrift  Alban Berg
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-000769
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Preis der Stadt Wien1930
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Geburtsadresse3Boerhaavegasse8
Letzte Wohnadresse13Trauttmansdorffgasse27
Wohnadresse13Hietzinger Hauptstraße6
NameVerwandtschaftsgrad
Johanna Maria Anna BraunMutter
Julie WeidmannTante
Helene BergGattin
Anna NahowskiSchwiegermutter
Conrad BergVater
NameBeziehung
Arnold SchönbergLehrer

Alban (Albano) Maria Johannes Berg, * 9. Februar 1885 Wien 1, Tuchlauben 8 (Schönbrunnerhaus), † 24. Dezember 1935 Wien 3, Boerhaavegasse 8 (1911 bis unmittelbar vor dem Tod wohnhaft 13, Trauttmansdorffgasse 27 [Woltergasse 7], Gedenktafel [enthüllt 22. Dezember 1960]; Hietzinger Friedhof, Gruppe 49, Nummer 24F), Komponist, Gattin (1911) Helene Karoline Nahowski (* 29. Juli 1885 Wien 12, Hetzendorfer Straße 46, † 30. August 1976 Wien 13, Trauttmansdorffgasse 27), Sohn des Buchhändlers Conrad Berg ( * 30. August 1846 Wöhrd bei Nürnberg, † 30. März 1900 Wien 7, Breite Gasse 8) und dessen Gattin (6. November 1871) Johanna Maria Anna Braun (* 28. Februar 1851 Wien 6, Barnabitengasse 3, † 19. Dezember 1926 Wien 6, Linke Wienzeile 118), Tante Julie Weidmann (in deren Haus, 13, Hietzinger Hauptstraße 6, er 1905-1907 wohnte).

Berg verriet bereits mit seinen ersten kompositorischen Versuchen (1900) eine ungewöhnliche Begabung und widmete sich nach kurzer Beamtentätigkeit in der Niederösterreichischen Statthalterei zur Gänze der Musik. Er erhielt Theorieunterricht durch Arnold Schönberg (1904-1910), der ihn entscheidend beeinflusste (öffentliche Aufführungen 1907/1908) und zu dessen engstem Freundeskreis er fortan gehörte. Innerhalb des Schönberg-Kreises galt er als "Romantiker der Zwölftonmusik". Berg betätigte sich nicht nur als freischaffender Komponist, sondern auch als Lehrer und Vortragsmeister des von Schönberg gegründeten "Vereines für musikalische Privataufführungen", war außerdem Mitarbeiter und Redakteur des „Anbruch“ sowie Vorstandsmitglied der österreichischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neuere Musik. Im Mai 1914 faßte er den Entschluss, aus Büchners Dramenfragment "Wozzeck" eine Oper zu gestalten (Vollendung nach Militärdienstleistung erst im April 1921, Originalmanuskript in der Washingtoner Library of Congress); die Uraufführung der Konzertfassung am 11. Juni 1924 in Frankfurt am Main machte Berg weltberühmt und ist ein Markstein in der Operngeschichte.

Berg ist neben Schönberg und Webern einer der "Klassiker der modernen Musik" und gilt in der Zwölftontechnik der "Wiener Schule" (der er sich ab 1925 bediente) als "Romantiker" des Schönberg-Kreises. Das Violinkonzert, die "Lyrische Suite" für Streichquartett, Lieder und Gesänge sowie die unvollendet gebliebene Oper "Lulu" (nach Frank Wedekind; dritter Akt von Friedrich Cerha) verdienen besondere Erwähnung. Preis der Stadt Wien (1930). Siehe auch Alban-Berg-Weg.

Quellen

Literatur

  • Hans Giebisch / Gustav Gugitz: Bio-Bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Hollinek 1963
  • Helmut Kretschmer: Wiener Musikergedenkstätten. Wien: Jugend & Volk ²1990
  • Neue österreichische Biographie. 1815 – 1918. Band 12. Wien [u.a.]: Amalthea-Verlag 1957
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Hugo Riemann: Riemann Musiklexikon. In drei Bänden. Personenteil A-K. Mainz: Schott 1959 und Ergänzungsband
  • Hans Ferdinand Redlich: Alban Berg. Versuch einer Würdigung. Wien [u.a.]: Universal Edition 1957
  • Willi Reich: Alban Berg. Leben und Werk. München [u.a.]: Piper 1985
  • Willi Reich: Alban Berg. Mit Bergs eigenen Schriften und Beiträgen von Theodor Wiesengrund-Adorno und Ernst Krenek. Wien [u.a.]: Reichner 1937
  • Erich Alban Berg [Bergs Neffe]: Der unverbesserliche Romantiker. Alban Berg 1885 - 1935. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1985
  • Rosemary Hilmar: Alban Berg. Leben und Wirken in Wien bis zu seinen ersten Erfolgen als Komponist. In: Wiener Musikwissenschaftliche Beiträge 10 (1978)
  • Interieurs. Wiener Künstlerwohnungen 1830 - 1930. 1. November 1990 bis 20. Jänner 1991. [Wien]: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1990 (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 138), S. 112 f. (Künstlerwohnung)
  • Heinz Schöny: Dodekaphonik in genealogischer Sicht. In: Genealogie 18 (1969), S. 136 f.
  • Kulturberichte NÖ. Monatsschrift für Wissenschaft und Kultur. Hg.: Land Niederösterreich 1/1986, S. 10 (betreffend Niederösterreichische Statthalterei)
  • Rudolf Stephan: Zur Würdigung Alban Bergs. In: Österreichische Musikzeitschrift 35 (1980), S. 204 ff.
  • Walter Szmolyan: Helene Bergs Vermächtnis. In: Österreichische Musikzeitschrift 32 (1977), S. 169 ff.
  • Neues zu Leben und Werk von Alban Berg. In: Österreichische Musikzeitschrift 44 (1989), Heft 12.
  • Musik um 1900. Wo finde ich Berg, Wolf, Brahms, Bruckner, Mahler, Strauss, Schönberg, Zemlinsky, Hauer, Webern? Leben und Werk, Gedenk- und Wirkungsstätten, Museen und Sammlungen in Wien. Wien: Brandstätter 1984, S. VIII/l ff.
  • Alban Berg (1885 - 1935). Klassiker der Musik des 20. Jahrhunderts. 9. Februar 1985: 100. Geburtstag, 24. Dezember 1985: 50. Todestag. Hg. vom Bundespressedienst Wien. Wien: Bundespressedienst 1984
  • Das Wiener Heimatbuch – Mariahilf. Hg. von der Arbeitsgemeinschaft des Mariahilfer Heimatmuseums. Wien: Austria Press 1963, S. 195
  • Felix Czeike: XIII. Hietzing. Mit ausführlicher Beschreibung, Karten- und Grundrißskizzen von Schönbrunn. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1982 (Wiener Bezirkskulturführer, 13), S. 18 (Haus Weidmann), S. 54 (Gedenktafel) *Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anläßlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken (1985)

Links