I. Hochquellenleitung - Geschichte der Wasserversorgung

1864 beschloss der Wiener Gemeinderat den Bau der I. Wiener Hochquellenleitung. Sie deckt rund 40 Prozent des Wiener Wasseraufkommens.

Das Aquädukt Leoberdorf

Die I. Hochquellenleitung wurde von dem Geologen und Gemeinderat Eduard Suess initiiert und unter Bürgermeister Cajetan Felder realisiert. Diese Leitung sollte die Trinkwasserversorgung mengenmäßig auch für die Vorstädte sichern und qualitativ so weit verbessern, dass keine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung mehr zu befürchten war.


Eröffnung 1873

Grafische Darstellung der Wege der Hochquellenleitungen

Der Weg der Hochquellenleitungen nach Wien

Die I. Hochquellenleitung wurde am 24. Oktober 1873 mit der Inbetriebnahme des Hochstrahlbrunnens am Schwarzenbergplatz durch Kaiser Franz Joseph I. eröffnet. Sie war damals 90 Kilometer lang, kostete 16 Millionen Gulden und wurde zum Symbol für die Befreiung von Wassernot und Seuchengefahr. Für den privaten Gebrauch wurden nun die ehemaligen Hausbrunnen durch die Gangbassena abgelöst. 1888 waren bereits über 90 Prozent der bewohnten Häuser des damaligen Stadtgebietes an die neue Leitung angeschlossen.


Einleitung der Pfannbauernquelle

1965 wurde das gesamte Rax-Schneeberg-Schneealpenmassiv zum Wasserschutzgebiet erklärt. Ab Dezember 1988 kam zu den bestehenden Quellen die Einleitung der Pfannbauernquelle - aus dem Aschbachtal an der Mariazeller Bundesstraße - in das Leitungsnetz der I. Hochquellenleitung hinzu.

Durch die Einleitung weiterer Wasserfassungen und zuletzt der Pfannbauernquelle beträgt die Gesamtlänge der I. Hochquellenleitung heute 150 Kilometer. Sie fördert 220 Millionen Liter täglich aus dem Rax, Schneeberg-, Schneealpengebiet in die österreichische Bundeshauptstadt. Seit der Einspeisung dieser Quelle kann im Normalfall ganz Wien mit Hochquellenwasser versorgt werden.

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