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Mitschrift

Der Reparaturbon in Wien geht in die zweite Runde.
Altes nicht wegwerfen, stattdessen reparieren!

OT Jürgen Czernohorszky, Umweltstadtrat
Unser Bürgermeister hat vor einem Jahr den Reparaturbon ins Leben gerufen und es ist ein wirkliches, großes Erfolgsprojekt. Deshalb gibt es ihn jetzt wieder, größer mit mehr Geld und mehr Reparaturbetrieben.

OT Michael Ludwig, Bürgermeister
Ich habe immer schon mit großem Interesse verfolgt, wie schon vor vielen Jahren das Reparatur- und Servicezentrum sich zum Ziel gesetzt hat, Dinge nicht wegzuwerfen, sondern durch eine Reparatur wieder neu in Gang zu setzen und sie in Bestand zu halten. Ich bin eigentlich ein Typ der Bekleidung, Schuhe sehr lange behält, da ist es auch notwendig, dass man ab und zu etwas reparieren lässt. Und das tue ich auch gerne.

FREI

OT Czernohorszky
Der Reparaturbon ist ein Geschenk an die Wienerinnen und Wiener, es ist eine Unterstützung für die Wirtschaft.

OT Ludwig
Reparieren bedeutet, dass man sich mit einem Gegenstand intensiv beschäftigen muss. Und das bedeutet gleichzeitig, dass das Arbeitsplätze sind, die sehr viel Knowhow erfordern, also hochqualifizierte Arbeitsplätze. Da ist es wichtig, dass wir diese Klein- und Mittelbetriebe unterstützen, aber auch jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Arbeitsplatz finden.

OT Czernohorszky
Es ist aber vor allen Dingen auch ein riesengroßer Beitrag fürs Klima. Wenn wir uns vorstellen, dass wir in der EU einfach ein Jahr lang unsere Produkte länger verwenden, unsere Handys, unsere Mixer, unsere Waschmaschinen, dann wär das so viel CO2 Einsparung wie 2 Millionen Autos weniger auf den Straßen.

OT Ludwig
Der Reparaturbon ist, wie ich hoffe, eine weiter Stimulanz für die Bevölkerung, dass man Klimaschutz mit arbeitsmarktstimulierenden Maßnahmen verbindet, auch Klein- und Mittelbetriebe unterstützt.

In der Radwerkstatt zum Beispiel kommen 3 Aspekte zusammen. Räder werden wieder fit gemacht, Radfahren schont das Klima und der Reparaturbon die Geldbörse.

OT Willi Kasyk, Die Radwerkstatt
Die Kunden waren alle sehr begeistert, sehr zufrieden, sehr glücklich. Ist aber auch klar, wenn sie einen Bon von der Stadt Wien geschenkt bekommen haben.  Viele haben den zur Gänze bis zu den € 100,00 ausgenutzt und haben Räder reparieren lassen,  wo sie eigentlich gesagt haben, hätte ich mit sonst nicht geleistet, oder hätte ich mir nicht machen lassen wollen.

FREI

OT Willi Kasyk, Die Radwerkstatt
Für uns hat es eine enorme Werbung bedeutet, weil Kunden aus ganz Wien zu uns gekommen sind. Nicht nur aus der näheren Umgebung, oder aus dem Grätzel, sondern auch aus dem 22./23. Bezirk, wo auch immer.

FREI

OT Willi Kasyk, Die Radwerkstatt
Es ist so, dass man in der heutigen Zeit nicht alles so reparieren kann, wie früher. Es gibt sicherlich viele Geräte, die man nicht mehr aufmachen kann, wo es an Ersatzteilen mangelt, was aber furchtbar schade ist. Ich glaube aber, dass es in der Bevölkerung viel zu wenig gut verankert ist, dass man reparieren kann.

Dazu kommt, Produkte sind oft so konzipiert, kaufen, verwenden, wegwerfen.

OT Willi Kasyk, Die Radwerkstatt
Wir sehen das ja auch an den Fahrrädern. Sie erinnern sich sicher an PUCH, RWC und KTM. Das sind Fahrräder, die sind 50 Jahre alt, die sind durchwegs alle zu reparieren. Ein heutiges Fahrrad wird wahrscheinlich keine 50 Jahre überleben.

Grund genug, diese Initiative wieder voranzutreiben.

OT Czernohorszky
Der Reparaturbon wird neu aufgelegt, mit zusätzlichen Betrieben, 28 Betrieben mehr, also man kann ihn jetzt in 66 Betrieben einlösen. Mit mehr Geld, eine Million Euro ist im Topf für die Wienerinnen und Wiener und ich kann jetzt schon sagen, gleich zwei Mal.

„Wien repariert’s“  läuft jetzt bis Ende Juni. Ein zweites Mal wird es den Bon heuer von September bis Jahresende geben.
Was hat der Umweltstadtrat zuletzt reparieren lassen?

OT Czernohorszky
Zuletzt habe ich meine Wanderschuhe reparieren lassen, eine neue Sohle. Das ist übrigens schon das 3. Mal. Wanderschuhe finde ich, braucht man maximal alle 10 Jahre neu.

FREI
OT Czernohorszky
Viele Städter aus der ganzen Welt fragen schon bei uns an: „Wie macht ihr das, wir wollen es auch machen!“
 
AKM Walking Her Home, Hubert Waldner, Waldner Music

Der Reparaturbon in Wien

Der Reparaturbon in Wien geht in die zweite Runde. Altes nicht wegwerfen, stattdessen reparieren lassen!

Länge: 4 Min. 09 Sek.
Produktionsdatum: 2021
Copyright: Popup TV und Film Produktion GmbH

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