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Mitschrift

Vor genau 100 Jahren
wurde sie gegruendet:

die Republik Oesterreich.

Anlass auch fuer die "Wiener
Vorlesungen",

heuer einen Themenschwerpunkt
zu setzen

und in die Vergangenheit zu blicken.

"1918 und danach - vom
Vielvoelkerreich zu Vielvoelkerstaaten"

lautete das Thema, das kuerzlich
zahlreiche Menschen

ins Wiener Volkskundemuseum zieht

und gleichzeitig
die Internationale Sommerakademie

des Instituts fuer juedische Geschichte
eroeffnet.

Das Institut fuer juedische Geschichte
in St. Poelten

ist ein langjaehriger Partner
der Stadt Wien

und wir stellten fest, dass wir
dieses Jahr gleiche Themen haben.

Wir beschlossen,
etwas gemeinsam zu machen.

Die Sommerakademie beschaeftigt sich
mit einem Ausschnitt von 1918

und den Folgen,
naemlich juedischen Identitaeten

die sich in der Folge
ausbildeten oder verstaerkten.

Oder auch abgeschwaecht, je nachdem.

Man muss bedenken, dass die Schutz-
funktion von Kaiser und Monarchie

einfach zerbrochen ist, ziemlich
schnell und ueberraschend.

Die Menschen mussten sich in
vielerlei Hinsicht neu orientieren.

Die alten Zugehoerigkeiten
sind verschwunden,

besonders Juden waren ploetzlich
ueberall in der Minderheit.

Ich denke, dass man den Ersten
Weltkrieg und vor allem sein Ende

einfach als Zaesur verstehen sollte.

Dass man an der Geschichte
viel studieren und ablesen kann.

Und gegebenenfalls Schluesse
fuer die Gegenwart ziehen.

Wenn man bedenkt, dass erst
nach dem Zweiten Weltkrieg

und nach dem Ende
der NS-Herrschaft

ein gefestigtes oesterreichisches
Nationalbewusstsein entstand,

und das dauerte Jahrzehnte,
haben wir, wuerde ich sagen,

ein sehr gefestigtes historisches
Bewusstsein ueber oesterreich,

aber auch ein veraendertes
Geschichtsbewusstsein.

Das zeigt sich zum Einen am Umgang
mit dem Nationalsozialismus,

aber auch am Umgang
mit dem Jahr 1918.

Heute, 100 Jahre spaeter,
scheint das Interesse an 1918

und dem Ende der Monarchie
groeßer denn je.

Ich denke, die Monarchie ist ein
Beweis, dass es moeglich gewesen war,

einen großen, wichtigen Staat
mit vielen Nationalitaeten zu haben.

Es war ein starker, moderner Staat
wie die anderen in Europa.

Und nach dem Krieg gab es kein
Beispiel fuer so einen Staat.

Jetzt haben wir ein bisschen die EU.

Ich glaube, die Leute versuchen
den Vergleich zu ziehen,

ob das richtig ist oder nicht.

Die Wiener Vorlesungen
gehen uebrigens in Sommerpause

und ab Herbst geht es
bei freiem Eintritt weiter.

Im Herbst setzen wir fort
mit Timothy Snyder,

der uns ueber Ohnmacht und totalitaere
Regimes im 20. Jahrhundert berichtet.

Oder auch junge Wissenschaftler,
die wir vor den Vorhang bitten,

zum Thema "Neugier
in der Wissenschaft".

Wir laden ins Radiokulturhaus

besonders talentierte
WissenschaftlerInnen ein,

uns zu erzaehlen,
woran sie gerade arbeiten.

"1918 und danach"

Wiener Vorlesung zum Thema "1918 und danach" - Vom Vielvölkerreich zu Vielvölker-Staaten. Eröffnung der Internationalen Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs am 3.7.2018 im Volkskundemuseum.

Produktionsdatum: 2018
Copyright: W24

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