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Mitschrift

Der Kindergarten in der Degengasse – hier arbeitet Rainer, ein Familienvater, als Elementarpädagoge. Er hat erst spät mit diesem Beruf begonnen. Es ist sein Sohn der ihn motivierte seinen alten Beruf aufzugeben.

OT Rainer
Ich habe immer schon die Zeit mit Kindern genossen, ich habe das immer als Qualitätszeit empfunden.

Die Leistungsgesellschaft, den Stress, all das will er hinter sich lassen

OT MARTIN WEISS
Es war mein Sohn, der ist jetzt 14, und die Zeit in der Karenz mit ihm, die mich da sehr geprägt hat muss ich sagen, ich war ein Jahr in Karenz, und habe diese Zeit sehr genossen. Also zur Sandkiste fahren, den Haushalt auch versorgen, meine Frau hat studiert zu der Zeit, und mit den Jahren ist dann der Schluss gekommen: Kindergarten, warum nicht?

Der Weg in den neuen Beruf ist nicht einfach, aber Rainer ist hoch motiviert.

OT Rainer
Und ich habe dann die Studienberechtigungsprüfung auf der Volkshochschule gemacht und dann auf der BAFEP21 in der Patrizigasse, die Change- Ausbildung zum Elementarpädagogen, die fünf Semester dauert.
FREI

OT Rainer
Und bin jetzt im Kindergarten gelandet und ich muss ehrlich sagen, ich bereue es keinen Tag, es ist für mich nicht nur ein Beruf eher eine Berufung fast schon, möchte ich sagen.

OT Rainer
Ich glaube grundsätzlich ist dieser Beruf, dieses Berufsfeld, nicht so im Fokus der Männer wahrscheinlich, aber die ersten Reaktion waren dann sofort schon, das passt zu dir. Weil sie gewusst haben das ich Kinder-narrisch, das ich schon immer Kinder geliebt habe. Es gab natürlich auch skeptische Stimmen, meine eigene Mutter zum Beispiel hat gemeint: bist du dir sicher, dass du das aushältst, dass du das machen willst?“ Und ich habe gesagt: „Von Kindern kommt so viel Kraft, das kann das Andere gar nicht aufwiegen.“ Also ich war mir sicher und das ist bis heute so geblieben, dass ich wirklich absolut richtig bin, hier.


Rainer weiß auch, welche Möglichkeiten es zur Weiterbildung, zum Aufstieg innerhalb der MA 10 gibt.

OT Rainer
Es gibt eine Vielfalt an Zusatzausbildung, man kann eventuell auch die Hierarchie Leiter nach oben klettern. Man kann Leiter, Leiterin werden, Regionalleitung. Aber all das war es, für mich persönlich jetzt nur, was ich eigentlich nie wollte, weil dann bin ich wieder weg von den Kindern.

So wie Rainer, wählen immer mehr Männer eine Karriere als Elementarpädagoge.

OT Daniela Cochlar
Wir beobachten in der Ausbildung, also an der BAFEB21, dass der Männeranteil, in den letzten Jahren, ganz stark gestiegen ist. Also deutlich über zehn Prozent. Männer die unterschiedliche Berufserfahrungen haben und sich dann neu orientieren beruflich, Männer die zum Beispiel Zivildienst gemacht haben und drauf gekommen sind: mit Kindern, mit Menschen arbeiten, das ist meine Berufung. Männer die Väter geworden sind, in Karenz waren und entdeckt haben, das ist wirklich eine verantwortungsvolle und tolle und interessante Aufgabe, Kinder beim groß werden zu begleiten. Diese Männer haben wir zunehmend in unserer Ausbildungseinrichtung.

Es gibt immer mehr Bedarf an Elementarpädagoginnen und -pädagogen, die Gründe dafür:

OT Cochlar
Die Arbeit in einem Kindergarten ist eine sehr sichere Arbeit, eine sehr zukunftsträchtige Arbeit, weil eben die Kundinnen da sein werden, weil Wien eine wachsende Stadt ist und weil Kinder auch immer früher in den Kindergarten kommen. Und da braucht es ausgebildete Pädagoginnen, die diese Kinder, wirklich gut auf ihren Bildungsweg begleiten können.

www.kindergaerten.wien.at

Der Elementarpädagoge

Eine Karriere als Elementarpädagoge.

Länge: 3 Min. 21 Sek.
Produktionsdatum: 2018
Copyright: Popup TV und Film Produktion GmbH

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Länge: 2 Min. 03 Sek. | © Stadt Wien/W24

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