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Mitschrift

Wir stehen heute vor großen Herausforderungen. Das Klima ändert sich und wir müssen darauf reagieren. Dabei ist es wichtig, einen wesentlichen Unterschied zu sehen: den Unterschied zwischen Klima und Wetter. Am besten versteht man das anhand des Weines. Wo Wein wächst, ist eine Frage des Bodens, aber auch des Klimas. Umgekehrt: Es gibt gute und schlechte Jahrgänge. Das ist eine Frage des Wetters. * energische Musik, Donnergrollen *  (Sprecher:) Das Wetter ist uns allen ein Begriff: Regen, Sonne, es ist kalt und warm, windstill oder stürmisch. Die meteorologischen Größen dazu sind z. B. Lufttemperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Luftfeuchte, Bewölkung, Niederschlag. Diese Faktoren werden von Wetterstationen gemessen und aufgezeichnet. Vom Klima spricht man, wenn alle Größen, alle Faktoren des Wetters, über einen längeren Zeitraum - z. B. über 30 Jahre -  betrachtet und die Durchschnittswerte berechnet werden. Wir haben in der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik  von 1970 weg bis 2017 eine Temperaturzunahme in Wien  von etwa zwei Grad plus gemessen. Die Frage ist: Ist das eine grßfle Veränderung? Tatsächlich ist es so, dass zwischen Eiszeiten und Warmzeiten  global eine Temperaturdifferenz von etwa zehn Grad gemessen wurde. Dabei ist der Planet vollkommen anders gestaltet gewesen. Während sich in den letzten 12.000 Jahren der Homo sapiens, also wir, von Pfeil und Bogen bis zur Raumfahrt entwickelt hat, haben wir Temperaturschwankungen von plus/minus ein Grad erlebt. D. h. zwei Grad Temperaturzunahme in dieser kurzen Zeit -  das ist eine erhebliche Größfle. Mit der Temperaturzunahme von zwei Grad Celsius  gehen auch Veränderungen,Hitzewellen, einher. Diese verändern sich in Intensität und Ausdehnung. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, dass sich nicht nur die Tagestemperatur erhöht, sondern auch die Nachttemperatur. Es kommt nicht zur Abkühlung in der Nacht, wo sich der Körper erholt. Wir dürfen nicht vergessen:  Die Temperatur ist nicht das einzige Klimaelement von Interesse. Im Falle von Wien ist es aber das entscheidende. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass sich im zunehmenden Klimawandel  die Temperatur beschleunigt erhöhen wird  und wir deswegen bis 2050 oder Mitte des Jahrhunderts  mit einer Verdopplung der Hitzewellen zu rechnen haben. * spannungsvolle Musik *  (Sprecher:) Von Klima spricht man, wenn man alle Größen, alle Faktoren des Wetters,über einen längeren Zeitraum -  z. B. über 30 Jahre - betrachtet und die Durchschnittswerte berechnet. Das Klima auf der Erde hat sich im Lauf der Geschichte  aufgrund natürlicher Ursachen immer wieder ver‰ndert. Dieser nat¸rliche Klimawandel wird durch die von Menschen verursachten  Emissionen von Treibhausgasen wie CO2 oder Methan dramatisch verstärkt. (Kromp-Kolb:) Im globalen Maßtab ist seit der Industriellen Revolution  die Temperatur um ungefähr ein Grad gestiegen  und in Österreich um zwei bzw. etwas mehr. Auch da am Anfang langsamer, dann schneller. Das ist eine gewaltige Veränderung, wie wir sie in den letzten 2000 Jahren nicht erlebt haben. * spannungsvolle Musik *  (Sprecher:) In den 30 Jahren zwischen 1976 und 2005 gab es in Wien  im Durchschnitt fast doppelt so viele Hitzewellen  wie in den 30 Jahren zwischen 1961 und 1990. Tendenz: steigend. Der Klimawandel wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Wir als Gesellschaft müssen mit zwei Antworten darauf reagieren:  Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Je nachdem, wie erfolgreich die Klimaschutzanstrengungen sein werden, wird der Klimawandel auch in Wien mehr oder weniger dramatisch sein. Neben den Maflnahmen zum Klimaschutz, d. h. zur Verminderung der Treibhausgasemissionen, sind daher auch in Wien Maßnahmen erforderlich, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Nur so können wir eine lebenswerte Stadt  auch für unsere Kinder und Enkelkinder erhalten. 

Anpassung an den Klimawandel in Wien

Wir stehen heute vor großen Herausforderungen. Das Klima in der Stadt ändert sich und wir müssen darauf reagieren. Dabei ist es wichtig, einen wesentlichen Unterschied zu sehen: den Unterschied zwischen Klima und Wetter.

Länge: 5 Min. 25 Sek.
Produktionsdatum: 2017
Copyright: Stadt Wien

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Länge: 2 Min. 07 Sek. | © Stadt Wien

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