Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft durch die vom NS-Regime verfolgten Personen und deren Nachkommen

Der österreichische Nationalrat hat eine Änderung des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes (StbG) beschlossen: 87 KB PDF

Folgende Personen werden anspruchsberechtigt sein:

  • Staatsbürgerinnen oder Staatsbürger beziehungsweise Staatsangehörige eines der Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie oder Staatenlose jeweils mit Hauptwohnsitz im Bundesgebiet, die sich vor dem 15. Mai 1955 in das Ausland begeben haben, weil sie Verfolgungen durch Organe der NSDAP oder der Behörden des Dritten Reiches mit Grund zu befürchten hatten oder erlitten hatten oder weil sie wegen ihres Eintretens für die Demokratische Republik Österreich Verfolgungen ausgesetzt waren oder solche zu befürchten hatten
  • Nachkommen dieser Personen in direkter absteigender Linie, inklusive Wahlkinder, die als Minderjährige an Kindesstatt angenommen wurden

Nachkommen ist es erst mit dem Inkrafttreten von § 58c Abs. 1a StbG am 1. September 2020 möglich, eine entsprechende Anzeige einzubringen.

Rechtzeitig vor dem Inkrafttreten werden Informationen zu den vorzulegenden Unterlagen veröffentlicht werden.

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