Mahnmal Morzinplatz und Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus

Am Morzinplatz befand sich im damaligen Hotel Metropol und heutigen Leopold-Figl-Hof die Gestapo-Leitstelle Wien. Die Gestapo, der Inbegriff des nationalsozialistischen Terrors, bezog bereits im März 1938 das Gebäude. Der Eingang für die Häftlinge war in der Salztorgasse. Über einen direkten Abgang in den Keller wurden sie in das Gestapo-Gefängnis gebracht und oft wochenlang zur Erzielung von Geständnissen gefoltert. Viele starben an den Folgen der Misshandlung, begingen Selbstmord oder wurden in die Lager weitergeschickt. Später stellte die Gestapo-Leitstelle auch Deportationstransporte zusammen, mit denen Jüdinnen und Juden in die Gaskammern verschickt wurden.

Gedenkstätte

Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Leiden unzähliger Menschen. Das Relief an der Hauptfront stellt die Qualen dar, die Tausende von Gefangenen auf sich nehmen mussten. Fußspuren, die an der Stelle des Hintereingangs der Gestapo-Leitstelle (Salztorgasse) in das Gebäude führen, führen nicht wieder hinaus.

Mahnmal

Am 11. April 1951 fand eine Kundgebung des KZ-Verbandes statt. In diesem Rahmen wurde ein vom Opferverband gewidmeter und gestalteter Gedenkstein für die Gestapo-Opfer ohne behördliche Bewilligung errichtet und enthüllt. Die Stadt Wien nahm den Stein in ihre Obhut. An Stelle dieses Gedenksteines wurde am 1. November 1985 von der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Verbände und Widerstandskämpfer Österreichs das neue Mahnmal für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft enthüllt. Eine Bronzefigur und ein Block aus Mauthausener Granit symbolisieren das Schicksal der Opfer.

Ort: 1., Morzinplatz
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