"Wien zu Fuß"-Report

Im "Jahr des Zu-Fuß-Gehens" veröffentlichte die Mobilitätsagentur Wien erstmals umfassende Daten und Erkenntnisse zum Fußverkehr. Demnach liegt Zu-Fuß-Gehen im Trend. Größtes Hindernis ist der motorisierte Verkehr.

Fußgängerinnen und Fußgänger in der Begegnungszone Maraiahilfer Straße

Mit harten Daten und Fakten soll dem Fußverkehr in Wien ein höherer Stellenwert gegeben werden. Im Mittelpunkt des Wien zu Fuß-Reports standen grundlegende Fragen - etwa nach den Bedingungen, unter denen Menschen gerne zu Fuß gehen, nach den vorhandenen Ressourcen und den größten Hindernissen.

Report ansehen (2 MB PDF)


Zu-Fuß-Gehen im Aufwind

Der Report zeigt, dass die Wienerinnen und Wiener häufig (80 Prozent) und gerne (59 Prozent) zu Fuß gehen. Menschen gehen gerne dort zu Fuß, wo sie sich sicher und wohl fühlen. Neben dem Umweltgedanken (58 Prozent) und der Freude an der Bewegung (70 Prozent) bevorzugen 76 Prozent der Befragten eine "schöne Umgebung".

18 Prozent der Befragten gehen zwar gerne, tun dies aber nicht oft. Der Report sieht dies als Indikator, dass in dieser Gruppe das größte Potenzial liegt, das Gehen in Wien zu fördern. Noch hält der motorisierte Verkehr die meisten Personen, nämlich 46 Prozent, vom Zu-Fuß-Gehen ab.

Spitzenwert im internationalen Vergleich

Auch im internationalen Vergleich von Städten mit über 1 Million Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Anteil an zu Fuß zurückgelegten Wegen sehr hoch. 26 Prozent der Wege werden in Wien zu Fuß zurückgelegt. Damit liegt Wien im internationalen Vergleich im Spitzenfeld, knapp hinter Hamburg (28 Prozent) und London (30 Prozent). Vorbild für alle Städte ist New York, wo 39 Prozent aller Wege zu Fuß absolviert werden.

Potenzial zur weiteren Verbesserung

Die Qualität der Fußverkehrsflächen lässt noch große Potenziale zur Verbesserung offen. Durch bauliche und gestalterische Maßnahmen könne hier viel erreicht werden, heißt es im Report. Gehsteige und Verkehrsinseln nehmen circa ein Drittel der Verkehrsfläche ein, FußgängerInnenzonen machen hingegen nur 1 Prozent aller Verkehrsflächen aus.

Der Kraftfahrzeug-Verkehr stellt mit 46 Prozent die größte Barriere für Zu-Fuß-Gehende dar. Kurze Querungszeiten und lange Wartezeiten an Ampeln, Hundekot, zu schmale Gehwege und zu wenig Platz wurden ebenfalls als Barrieren beim Zu-Fuß-Gehen genannt.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Mobilitätsagentur
Kontaktformular