Jane's Walk: Gemeinsam die Stadt im Gehen erkunden

Menschen bei einem Spaziergang durch die Stadt

Das globale Grätzelspaziergang-Festival fand im Mai 2017 zum vierten Mal in Wien statt.

Jane's Walks sind kostenlose, lokal organisierte Spaziergänge, bei denen Menschen zusammenkommen, um ihre Stadtteile zu erkunden und über diese zu sprechen.

Während traditionelle Touren häufig wie Vorträge sind, soll ein Jane's Walk ein Gespräch im Gehen sein. Die Walk Leader teilen ihre Erfahrungen und Ansichten, ermutigen die Mitspazierenden aber auch zur Diskussion und Teilhabe.


Vielfältiges Angebot für Jung und Alt

Vielfältige Eindrücke aus dem Grätzel und interessante Gespräche über die Entwicklung der Stadt standen im Mittelpunkt. Das Prinzip dahinter ist einfach: Jede und jeder kann sich auf der Plattform Jane's Walk - Spaziergänge in Vienna registrieren und ihren oder seinen eigenen Spaziergang anbieten oder die bereits angelegten Walks nach Lust und Laune durchstöbern und mitspazieren.

14 Walks luden zwischen 5. und 26. Mai 2017 zum Kennenlernen der Stadt aus neuer Perspektive ein. Die Spaziergänge wurden von Freiwilligen durchgeführt. Die Teilnahme war kostenlos.

Wien - meine Hoffnung

Dreieinhalb Jahre hat Ferdinand in ungenügenden Wohnverhältnissen verbracht. Während dieser Zeit hat er sich ein reiches Wissen angeeignet, welches er bei seinem Spaziergang durch den 17. Bezirk wiedergab. Er zeigte Plätze, an denen es gratis Essen und Kleidung gibt, wo man unbemerkt die Toilette benutzen oder sich kurz aufwärmen kann. Ferdinand erklärte die sozialen Abgründe und Stolpersteine der Obdachlosigkeit und verknüpfte diese mit persönlichen Erlebnissen.

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Geschäfte mit Geschichte in Wien

Der Stadtspaziergang von Martin Frey und Philipp Graf führte zu zehn ausgesuchten Wiener Traditionsunternehmen im 1. Bezirk, rund um die Wollzeile. Von Interesse waren unter anderem deren Portale und Auslagen und die damit verbundene Präsentationsform der Waren. Den einzelnen Geschäften wurde auch ein kurzer Besuch abgestattet, um von deren Inhaberinnen und Inhabern mehr über die Geschichte ihrer Geschäfte zu erfahren.

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(K)eine Fasanjagd! Auf den Spuren des SPEEDY Fußwegplans

Neue Wege durch urbane Lebenswelten im 3. Bezirk.

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Eine Grünoase in der Vorstadt. Historischer Stadtspaziergang Schmelz.

Die Schmelz, eine 30 Hektar große Freifläche im 15. Wiener Gemeindebezirk, liegt inmitten dicht bebauter Arbeiterviertel. Wieso gibt es diese Grünfläche überhaupt? Wem gehörte diese Freifläche früher, wer nutzt sie heute? Der Stadtspaziergang gab Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der Wiener Vorstadt. Der Historiker Anton Holzer führte durch die Geschichte einer der letzten verbliebenen innerstädtischen Grünzonen - der Schmelz.

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The new Donaukanal

Einst die Schmuddel-Ecke von Wien, haben sich die Ufer des Donaukanals gemausert: Dort findet man schicke Lokale, Sandstrände, Bars und gute Musik. Dieser Spaziergang zeigt spannende Ort und hippe Locations entlang der neuen Flanierzone am Wiener Donaukanal. Dieser Walk wurde in englischer Sprache angeboten.

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Von Naschgehölzen und Baumapotheken

Auch in der Stadt können Blätter, Früchte und Blüten von Bäumen und anderen Gehölzen gesammelt und verzehrt werden. Bei diesem Spaziergang wurden diese Gehölze und jene Orte, an denen sie gesammelt werden, erkundet und Wissen und Erfahrungen über die Wildsammlung in Währing und Umgebung vermittelt.

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Wien - mein grüner Weg

Als Angelo arbeitslos wurde, wollte er nicht einer von vielen Obdachlosen in der Großstadt sein. Er entschied sich für ein Leben als Vagabund. Sich selbst bezeichnet Angelo als Nomade. Auf seiner Tour lud er deshalb zu einem Spaziergang etwas abseits der Betonwüste ein.

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Lebenswerter Nordbahnhof

Die zweite Phase der Entwicklung des Nordbahnhofareals steht an. Beim Walk mit Andreas Lindinger wurde gemeinsam das Areal erkundet, die anstehende Bauetappe (Wohnallee mit Bildungscampus) im Gehen besprochen und ein Blick auf die Gegenwart und Zukunft der Freien Mitte geworfen.

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Die Ordnung der Stadt: Eine Hausnummern-Flanerie durch die Wiener Innenstadt

Klein und unscheinbar hat sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummer. Sie scheint keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich ist sie für uns geworden; dabei wurden die 1770 vergebenen "Konskriptionsnummern" nicht etwa eingeführt, um den in der Stadt lebenden Menschen oder Fremden die Orientierung zu erleichtern, sondern um gemeinsam mit einer Volkszählung - der "Seelenkonskription" - ein neues Rekrutierungssystem vorzubereiten. Der Spaziergang bot ungewohnte Einblicke in einer vertrauten Umgebung. Die Flanerie führte zu den Überresten eines selbstverständlich gewordenen Ordnungssystems.

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Wien - mein Nachtquartier

Auf Roberts Tour lernten die Teilnehmenden unterschiedliche Schlafplätze kennen: zwei Notquartiere, zwei Stellen im öffentlichen Raum, einen Container und die sogenannte versteckte Wohnungslosigkeit.

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Courtyards of the Inner City

Eugene Quinn zeigte auf diesem Spaziergang durch die Wiener Innenstadt kleine Schlupfwinkel, stille Gässchen und begrünte Oasen als Paralleluniversum zum allgegenwärtigen Großstadtgetriebe. Dieser Walk wurde in englischer Sprache abgehalten.

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Stadtexpedition: Freiwillige Durchgänge und Hinterhöfe

Gemeinsam auf Spurensuche nach Geschichten und Geschichte – den geheimen und verborgenen Seiten der Stadt und ihrer Textur. Dazu gab es stadtsoziologische Hintergrundinfos zu Arbeit und Wirken von Jane Jacobs und dem Flanieren in der Stadt. In kurzen Anekdoten wurden Stadtgeschichten interaktiv erzählt.

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Flaniermeile vom Südtiroler Platz zur Schleifmühlbrücke

Was gibt es Interessantes zwischen Südtiroler Platz und Schleifmühlbrücke zu erkunden? Auf diesem Spaziergang gab es Wissenswertes über Architektur sowie aus der Bezirkspolitik zu erfahren.

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Quer Feld ein durch die Seestadt

Gemeinsam wird die Seestadt im wahrsten Sinne des Wortes querfeldein erkundet. Der Walk führt vom urbanen Feld am Rande der Seestadt durch Äcker und Felder in einer viertel Stunde in die Seestadt, die sich wie eine Insel vom Umland abgrenzt. Der Walk handelt von jenen, die die Seestadt zu dem machen, was sie ist, engagierte und kritische Bewohnerinnen und Bewohner, und jene, die viel Herzblut und Ideen in den Stadtteil stecken, wie der Buchhändler von den Seeseiten oder der Candyshop in der Seestadt.

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Stadtgespräche im Gehen

Die "Stadtgespräche im Gehen" greifen die Idee der urbanen Autorin und Aktivistin Jane Jacobs auf, dass Bürgerinnen und Bürger selbst bei der Gestaltung ihrer Umgebung aktiv werden und an Stadtentwicklungsprozessen teilhaben sollen. Die geführten Stadtspaziergänge bringen die Ideen von Jacobs oftmals in Stadtteile, in denen diese bislang nicht präsent waren, um dort das lokale Engagement in der Gestaltung und Planung der Stadt voranzubringen.

Petra Jens, Beauftragte für den Wiener Fußverkehr:

Eine Stadt, das sind nicht nur ausgebaute Straßen und Gebäude, sondern vor allem die Menschen, die darin leben und wirken. Jane's Walks bieten eine einzigartige Gelegenheit, etwas über die Beziehung von Mensch und gebauter Umwelt zu erfahren, mit anderen über Kompromisse, Widersprüche und Veränderungen zu diskutieren.

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