tschuldigen - eine Kampagne für mehr Rücksicht im Straßenverkehr

Die Sensibilisierungskampagne für mehr Rücksichtnahme und Respekt im Straßenverkehr geht in die nächste Runde: Ein neuer Kinospot setzt sich mit dem emotional belegten Thema "Beachtung von roten Ampeln" auseinander.

In den kommenden Monaten bis ins Frühjahr 2014 werden neben dem aktuellen Schwerpunkt "Beachtung von roten Ampeln" weitere Themen zu mehr Fairness und Rücksicht im Straßenverkehr von der Stadt Wien gemeinsam mit den Partnerorganisationen aufbereitet.

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Aktion für mehr Aufmerksamkeit an Ampeln

Im Rahmen der Initiative "tschuldigen" legt die Stadt Wien in der "dunklen" Jahreszeit einen Schwerpunkt auf die Gefahren in Kreuzungsbereichen. Der Schwerpunkt startete mit einem Kinospot, der seit 8. November 2013 in ausgewählten Wiener Kinos zu sehen ist und sich speziell dem Thema der Nichtbeachtung von roten Ampeln widmet.

Hintergrund für den Schwerpunkt: Zwischen 2007 und 2011 sind in Wien 13 Menschen durch die Nichtbeachtung roter Ampeln ums Leben gekommen, 2.789 wurden verletzt. Aufgrund dieser Zahlen haben die Stadt Wien und ihre Partnerorganisationen dieses wichtige Thema als Schwerpunkt gewählt.

Petra Jens, FußgängerInnenbeauftragte der Stadt Wien, unterstreicht den hohen Stellenwert im Zusammenhang der aktuellen Sensibilisierungskampagne:

Augenkontakt und Kommunikationsbereitschaft zwischen Verkehrsteilnehmenden sind die wichtigsten Voraussetzungen für Sicherheit. Das sollte bei der Konzentration auf Ampelsignale und Verkehrsschilder nie vergessen werden. Denn es kann immer vorkommen, dass andere einmal Fehler machen, oder nicht unter den Vertrauensgrundsatz fallen.

Kampagne sorgt für internationales Aufsehen

Die Stadt Wien hat sich im Bereich des Umgangs miteinander im Straßenverkehr ambitionierte Ziele für ein verbessertes Klima gesetzt. Um gängige Klischees im Straßenverkehr aufzubrechen und das freundliche Miteinander zu verstärken, hat sie eine Fairness-Initiative ins Leben gerufen.

Bereits 2012 wurde mit Plakaten, Flashmobs im öffentlichen Raum, einer Internet-Social-Media-Kampagne und einer Medienkampagne mit einem Augenzwinkern auf einer breiten Ebene für mehr Rücksichtnahme und für den guten Ton im Wiener Straßenverkehr geworben. Die Kampagne hat darüber hinaus internationales Aufsehen erregt. Fachleute aus Berlin und anderen deutschen Städten haben sich die Idee, aber auch den Entstehungsprozess zum Vorbild genommen.

Für eine faire Stadt und ein freundliches Wien

Gemeinsam mit Verkehrsorganisationen wie dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, ARBÖ, ÖAMTC, VCÖ, der ARGUS, IG-Fahrrad, Walk Space, der Taxi-Innung, der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer, den Wiener Linien, dem Österreichischen Rollsport- und Inline-Skate-Verband, den Red Bikern sowie Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern wurden in Workshops die Grundlagen für eine Sensibilisierungskampagne entwickelt.

Dabei wurde die Verkehrssituation in Wien genau analysiert und diskutiert, jeweils aus dem Blickwinkel der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Die Kampagne setzt auf Kommunikation und erhöhtes Bewusstsein im Straßenverkehr. Mit einem ehrlichen "tschuldigen" und der entspannten Antwort "passt schon" geht es auf Wiener Straßen gleich angenehmer zu, sind sich die Initiatorinnen und Initiatoren sicher.

Mit positivem Verkehrsklima zu mehr Sicherheit

Zielsetzung der Verkehrspolitik der Stadt Wien ist es, nicht nur die umweltfreundlichen Verkehrsmittel zu stärken und auszubauen. Besonders die Hebung des Sicherheitsgefühls steht im Fokus der tschuldigen-Kampagne.

Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Verkehr Mag.a Maria Vassilakou ist von der Bedeutung der Sensibilisierungskampagne überzeugt:

Unser Ziel ist, dass sich die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in Wien sicherer fühlen. Egal ob man zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto unterwegs ist. Dazu braucht es in der Stadt ein Verkehrsklima, das von gegenseitiger Rücksichtnahme und Fairness geprägt ist.

Wissenschaftliche Begleitung der Fairness-Initiative

Die wissenschaftliche Begleitung und Organisation hat FACTUM übernommen. Als private Forschungseinrichtung setzt sie sich seit 1988 mit den Schwerpunkten "Verkehr und Mobilität" aus sozialwissenschaftlicher und psychologischer Perspektive auseinander.

Am 1. Juni 2012 startet die Sensibilisierungskampagne im Raum Wien mit einem breiten Medienmix bestehend aus Promotions-, Plakat- und Printsujets sowie Social Media-Aktivitäten.

Projektpartnerinnen und -partner

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Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (Magistratsabteilung 46)
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