Aufgaben und Projekte der MA 28 beim Großbauprojekt Hauptbahnhof Wien

Realisierung: 2009 bis 2019

Unterführung Karl-Popper-Straße (verlängerte Mommsengasse), Flügeldächer über Gleisen, Linie D, Glasgebäude im Hintergrund

Visualisierung der unterschiedlichen Nutzungsräume auf dem Gebiet des künftigen Hauptbahnhofs Wien


Ausgangslage

In den vergangenen Jahren stand die Planung der Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) ganz im Zeichen des Großbauvorhabens Hauptbahnhof Wien. Zentraler Aspekt der Gestaltung des Straßenraums ist die Verbindung von privaten und öffentlichen Bereichen. Den hier künftig arbeitenden und lebenden Menschen soll ein konfliktfreies und soziales Miteinander ermöglicht werden. Um diesen hehren Anspruch zu erfüllen, wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildung, Kultur und Verkehr in die Planung miteinbezogen.

Bereits 2009 wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die die unterschiedlichen Nutzungsräume auf dem Gebiet des künftigen Hauptbahnhofs Wien näher beleuchteten. Im Wesentlichen hatten die Arbeitsgruppen die Optimierung des öffentlichen Verkehrs sowie die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer von Büroviertel, Wohnviertel und Schulcampus zum Thema.

Schlussendlich wurden in den Arbeitsgruppen beinahe alle Straßenquerschnitte gegenüber dem Einreichprojekt abgeändert und verbessert. In Summe wurden breitere Gehsteige und Radwege sowie qualitativ nutzbare Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum beschlossen.

Projektbeschreibung

Bis zur Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofs am 9. Dezember 2012 wurden folgende Projekte realisiert: Wiedner Gürtel, Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße, Vorplatz Süd, Gerhard-Bronner-Straße, Sonnwendgasse, Unterführung Karl-Popper-Straße, Teilausbau Canettistraße.

Die Planungen dafür wurden bereits in den Jahren 2010 und 2011 zügig vorangetrieben. Die Straßenbahnlinie D wurde bis zur Alfred-Adler-Straße verlängert. Auch für die nächste Ausbauphase sind die Planungen bereits weit gediehen. So konnte für die Erschließung der ersten Wohnbauphase im Sonnwendviertel und im Bereich des Bildungscampus 2011 der Wirtschaftlichkeitsnachweis erfolgreich abgehandelt werden.

Fuß- und Radwege

Die Anlagen für den Fuß- und Radverkehr sind im gesamten Projektgebiet des Hauptbahnhofs Wien großzügig ausgefallen. Zur Verkehrsstation des Hauptbahnhofs führen attraktive Fuß- und Radwegverbindungen. Zumeist gibt es beidseits der Fahrbahn zwei Meter breite Ein-Richtungs-Radwege.

Großzügig bemessen werden auch die Gehsteige: In den Hauptstraßen und in den Sammelstraßen im Gebiet des Hauptbahnhofs Wien beträgt die Mindestbreite drei Meter. In den sogenannten Anliegerstraßen liegt die Mindestbreite bei 2,5 Metern. Unter anderem wird der Radweglückenschluss zwischen dem Südtiroler Platz und der Schweizer-Garten-Straße entlang des Gürtels vollzogen.

Auch in der Sonnwendgasse und in der Gudrunstraße wird von der Laxenburger Straße bis zur Absberggasse in Fahrtrichtung Hauptbahnhof Wien eine Radverkehrsanlage errichtet, die teilweise als baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg beziehungsweise als Radfahrstreifen ausgebildet ist. Der bereits bestehende Zwei-Richtungs-Radweg (entlang der bestehenden Bebauung) wird zum Ein-Richtungs-Radweg.

Neue Verkehrsverbindungen

Der Hauptbahnhof Wien ist gekennzeichnet durch eine Reihe von unterschiedlichen Straßenkategorien, deren verschiedene Funktionen und Charakteristika sich in der Gestaltung des Straßenraums widerspiegeln sollen. Zentraler Aspekt dabei ist die Verbindung von privatem mit öffentlichem Raum.

Zur inneren Erschließung des Projektgebiets werden rund 5,5 Kilometer Straßen neu errichtet. Der Gürtel wurde im Projektgebiet - zwischen Südtiroler Platz und Prinz-Eugen-Straße - verbreitert und mit Grüninseln und Radwegen versehen.

Gesamtkosten des Projekts

Rund 150 Millionen Euro

Beteiligte Dienststellen und externe Partnerinnen und Partner

Neben den Straßenbauarbeiten werden Begleitmaßnahmen anderer Dienststellen und externer Partnerinnen und Partner koordiniert. Die Abstimmung der Arbeiten erfolgt durch die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28). Die optimale Koordination der Arbeiten trägt zu einem zügigen Bauablauf bei möglichst geringer Beeinträchtigung der Anrainerinnen und Anrainer bei.

KooperationspartnerInnen der MA 28

Kontakt

E-Mail: web-redaktion@ma28.wien.gv.at

Servicestellen

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