MA 28 gewinnt Wiener Ingenieurpreis 2016

Die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) wurde für das "Wiener Modell zur Versickerung von Straßenwässern" mit dem Wiener Ingenieurpreis 2016 ausgezeichnet.

Team der Magistratsabteilung 28

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis nahm - stellvertretend für ein großes Team - Bernhard Engleder, Leiter der MA 28, entgegen.

In einem gemeinsamen Festakt wurden im Festsaal des Hauses der Industrie am Schwarzenbergplatz der 5. Wiener Ingenieurpreis und der Rudolf-Wurzer-Preis für Raumplanung vergeben.

Für die MA 28 ist die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises eine Bestätigung für das Know-how im modernen Straßenbau, der seitens der Abteilung ressourcenschonend und umweltfreundlich betrieben wird.

Mit der Vergabe des Wiener Ingenieurpreises soll die öffentliche Wahrnehmung und die gesellschaftliche Wertschätzung für technische Berufe gesteigert werden.

Wiener Modell zur Versickerung von Straßenwässern

Mit dem Wiener Modell kommt ein duales System zur Entwässerung der Oberflächenwässer zum Einsatz, wobei die chloridbelasteten Wässer in den Kanal abgeführt und die wenig verunreinigten Straßenwässer in eine Sickermulde eingeleitet werden.

Das Modell wird in der Edith-Piaf-Straße der Seestadt Aspern als Pilotanlage errichtet. Der Abschluss der Bauarbeiten beziehungsweise die Inbetriebnahme der Pilotanlage ist für Sommer 2017 vorgesehen. Im Detail werden vier kaskadenartig angeordnete Sickermulden realisiert, welche durch einen Trenndamm mit Muldenüberlauf miteinander verbunden sind.

Nördlich dieser Sickermulden befindet sich ein Trennbauwerk, über das zusätzlich zu den Straßenwässern der Edith-Piaf-Straße auch jene des öffentlichen Durchgangs zwischen Edith-Piaf-Straße und Hannah-Arendt-Park in das Muldensystem eingeleitet werden.

Ein begleitendes Monitoring durch die BOKU Wien ist vorgesehen. Bewährt sich das System, ist eine breite Anwendung zunächst in der Seestadt Aspern Nord und in weiterer Folge in geeigneten anderen Wiener Straßen vorgesehen.

Hoher Nutzen mit einzigartigem System

In allen bekannten nationalen und internationalen Beispielen zur Versickerung von Straßenwässern wird komplett in Grünmulden versickert. "Duale" Modelle zur Versickerung von Straßenwässern sind hingegen bis dato nicht realisiert.

Mit diesem Projekt sollen folgende Umweltziele der Stadt Wien erfüllt werden:

  • Grundwasserschutz
  • zeitgemäßer Winterdienst
  • Verbesserung des Stadtklimas durch Rückführung der sauberen Niederschlagswässer in den natürlichen Wasserkreislauf
  • Entlastung der Kanalisation bei Starkregen
  • Überflutungsschutz

Breiter Anwendungsbereich

Das entwickelte Wiener Modell eignet sich zur Anwendung in allen öffentlichen Straßen mit Anschluss ans Kanalnetz sowie ausreichend Platz zur Anordnung von straßenbegleitenden Grünmulden.

Projektpartnerinnen und -partner

Das Projekt wird von der MA 28 gemeinsam mit der Wien 3420 Aspern Development AG - als Entwicklungsgesellschaft für die Seestadt Aspern und gleichzeitig Kostenträger für die bauliche Umsetzung des gegenständlichen Projektes - durchgeführt.

Wichtige weitere Projektpartnerinnen und -partner bei der Entwicklung und Umsetzung des Projektes sind:

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