13., 14. und 15., Schönbrunner Schloßbrücke - realisiertes Bauvorhaben - Archivmeldung

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Realisierung: Ende März bis 18. November 2005

Illustration der Schönbrunner Schloßbrücke

Knapp zwei Millionen Touristinnen und Touristen statten jedes Jahr dem Schloß Schönbrunn einen Besuch ab. Anhand eines groß angelegten Umbauprogramms der Stadt Wien wurde nach den Konzepten der Architekten Schindler & Szedenik das verkehrsgeplagte Vorfeld von Schloß Schönbrunn Ende 2005 umgebaut.


Projektbeschreibung

Das Hauptaugenmerk des Bauvorhabens lag einerseits auf einer attraktiven und zeitgemäßen Gestaltung des Schönbrunner Vorplatzes. Andererseits sollte eine neue Verkehrslösung mit attraktiven Fußwegverbindungen gefunden werden.

Die B1 Wiener Straße (Schönbrunner Schloßstraße), B1 Linke Wienzeile/Hadikgasse, Schönbrunner Schloßbrücke und die Schloßallee wurden als "Vorplatz Schönbrunn" nach einer umfassenden verkehrstechnischen Überprüfung neu gestaltet.

Die Neugestaltung beruhte auf einer Entfernung des ruhenden Verkehrs aus der Mittelzone. Damit sollte der Charakter als Platz stärker betont werden und der Mittelteil zum Aufenthalt und Verweilen einladen. Um den Höhenunterschied zwischen der Nordseite und der Südseite zu nützen, wurde dieser Bereich durch drei tiefe Treppen zum Schloß hin abgestuft.

Auf beiden Seiten des Mittelstücks entstanden zwei breite, leicht nach Süden abfallende Gehwege. Sie sind im gleichen Naturstein wie die gesamte Platzfläche belegt. Die Seitenteile wurden als Rasenflächen gestaltet. Sie sind mit großen, am inneren Rand positionierten Buchskugeln versehen. Dadurch wird die Axialität - der Zug zum Schloß - betont. Die Sphinxen und Löwen verblieben an ihrem früheren Standort. Sie spannen durch ihre Platzierung den Mittelteil ein und betonen die historische Kontinuität seit der Barockzeit.

Verkehrsorganisation

Der motorisierte Individualverkehr wurde im Wesentlichen wie die derzeitige Verkehrsorganisation geführt. Die Busspur wurde auf der stadteinwärts gelegenen Richtungsfahrbahn im Bereich Schloßbrücke im Gegenverkehr geführt.

Der öffentliche schienengebundene Verkehr der Straßenbahnlinien 10 und 58 inklusive der Haltestellen blieb erhalten. Die Haltestelle und die Linienführung der Autobuslinie 10A Richtung Norden änderte sich nicht. Die Buslinie in Fahrtrichtung Süden erhielt eine neue Fahrspur samt Stationsanlage. Die Bushaltestelle der "hopp-on-hopp-off" -Linie wurde in Richtung stadteinwärts verschoben. Auf der stadteinwärts gelegenen Richtungsfahrbahn der Schönbrunner Schloßbrücke wurde ein Taxistandplatz errichtet. Die Zu- und Abfahrt zur bestehenden Tankstelle blieb erhalten.

Für den Fußverkehr wurden zusätzlich lichtsignalgeregelte Übergänge geschaffen, wodurch die zentrale Mittelinsel gefahrlos erreicht werden kann.

Für den Radverkehr wurden zusätzliche Verbindungen geschaffen. Einerseits kann das Schloß Schönbrunn mit dem Fahrrad erreicht werden, andererseits kann bei einer geplanten Verlegung der B1 Richtung stadteinwärts der Radverkehr mitberücksichtigt werden. Am südwestlichen Ende der Schloßbrücke wurde eine Fahrradabstellanlage errichtet.

Gesamtkosten des Projekts

  • Sieben Millionen Euro
  • Finanziert über das Zentralbudget, über das Bezirksbudget des 13., 14. und 15. Bezirks sowie über das Budget der Wiener Wasserwerke (MA 31) und der Wiener Linien

Beteiligte Dienststellen und externe Partnerinnen und Partner

  • Bezirksvorstehung für den 13., 14. und 15. Bezirk: Vertretung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger
  • MA 19: Durchführung des Gestaltungswettbewerbs zur architektonischen Begleitgestaltung
  • MA 28: Straßendetailplanung und Koordination der Planungen
  • Schindler & Szedenik: Architekten
  • Auböck & Karasz: Landschaftsplaner
  • Heinrich Mittnik ZT GmbH: Straßendetailplanung
  • MA 29: Planung aller Brücken- und grundbautechnischen Angelegenheiten, Durchführung von Bodenuntersuchungen
  • MA 31: neue Wasserleitungen
  • MA 33: Planung des neuen Beleuchtungskonzeptes
  • MA 41: Vermessung
  • MA 42: Grünausgestaltung
  • MA 46: Verkehrsorganisation, Verkehrslichtsignalanlagen, Fahrbahnmarkierungen, Verkehrszeichen
  • Wiener Linien: Umbau Tragwerk U4
  • Einbautendienststellen: diverse Einbautenumlegungen
  • Schönbrunner Schloßgesellschaft: Vorplatzgestaltung auf Eigengrund und Besucherzentrum
  • Arbeiterkammer: Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Wirtschaftskammer: Vertretung der Interessen der Wirtschaftstreibenden
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