12., FußgängerInnen-Zone Meidlinger Hauptstraße - realisiertes Bauvorhaben - Archivmeldung

Realisierung: 26. Mai 2014 bis 14. November 2017

FußgängerInnenzone Meidlinger Hauptstraße

Die Neugestaltung der Meidlinger Hauptstraße wertet den 12. Bezirk deutlich auf und attraktiviert die wichtigste Einkaufsstraße Meidlings.

Aufgrund des baulich schlechten Zustandes der Meidlinger Hauptstraße war eine Generalsanierung der gesamten FußgängerInnen-Zone notwendig geworden. Für die Umgestaltung wurde zwischen April und September 2010 ein EU-weiter Wettbewerb durchgeführt. Das Gestaltungskonzept umfasste die Neugestaltung der Meidlinger Hauptstraße zwischen der Eichenstraße im Süden und der Schönbrunner Straße im Norden, wobei ein heller, ruhiger und einheitlicher Belagsteppich aus Waldviertler Granitsteinen zentrales Element der Umgestaltung ist.


Projektbeschreibung und Bauabschnitte

Mit der Neugestaltung der FußgängerInnen-Zone Meidlinger Hauptstraße konnte eine der wichtigsten Einkaufsstraßen im Westen Wiens modernisiert und attraktiviert werden. Neben der Optimierung der Barrierefreiheit und einem einheitlichen Erscheinungsbild bietet der Umbau aber auch konsumfreie Aufenthaltsflächen und mehr Platz für Kommunikation und Aufenthalt.

Meidlinger Platz in Blickrichtung Meidlinger Hauptstraße
Die neue FußgängerInnenzone Meidlinger Hauptstraße

Die wesentlichsten Highlights und Vorteile der Neugestaltung:

  • Mehr Platz für Kommunikation und Aufenthalt
  • Mehr konsumfreie Aufenthaltsflächen
  • Optimierung der Barrierefreiheit der Einkaufsstraße und Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen
  • Neues Schanigartenkonzept, einheitliches Erscheinungsbild
  • Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls durch Einsatz moderner, kostensparender LED-Technologie

Bauabschnitt 1: Schönbrunner Straße und Tivoligasse

Der erste Bauabschnitt umfasste den Bereich zwischen Schönbrunner Straße und Tivoligasse und wurde zwischen 26. Mai und 13. November 2014 errichtet. Die Bauarbeiten gliederten sich in folgende Abschnitte mit unterschiedlichen Gestaltungsmaßnahmen.

Highlight: Meidlinger Platzl

Meidlinger Platzl am Beginn der FußgängerInnenzone Meidlinger Hauptstraße

Das Meidlinger Platzl ist mit seinem neuen Wasserbecken der Mittelpunkt der FußgängerInnen-Zone.

Das zentrale Gestaltungselement ist ein einheitlicher, ruhiger, heller Belagsteppich aus ocker-, weiß- sowie graufarbenen Granitplatten. Das Meidlinger Platzl ist mit seinem neuen Wasserbecken der Mittelpunkt der FußgängerInnen-Zone. Mit einer geschliffenen Steinkante wird der "Himmelsspiegel" - gelegen an der tiefsten Stelle der Meidlinger Hauptstraße - zum zentralen Treffpunkt.

Gleichzeitig entstand eine Vergrößerung der nutzbaren Seitenräume. Bei Veranstaltungen (zum Beispiel Weihnachtsmarkt) kann dieses Becken mit einem Holzpodest abgedeckt und als Bühne genützt werden. Neue Sitzmöbel laden zum Verweilen ein. Die vorhandene Paulownie wird als skulpturales Element neu in Szene gesetzt und von in Gruppen angeordneten festmontierten Sesseln eingerahmt. Die Position des Christbaumes sowie der Standort für das beliebte Ringelspiel wurden in das Konzept integriert.

Entlang der Meidlinger Hauptstraße wurden Mastaufsatzleuchten mit LED-Leuchtmitteln errichtet, welche die FußgängerInnen-Zone bestmöglich ausleuchten. Als einer der besonderen Orte innerhalb der Abfolge von Räumen wird das Meidlinger Platzl mit weniger hohen Lichtstelen beleuchtet. Die vorhandene Baumreihe westlich des Platzes (Baumart: Celtis australis) konnte im Süden durch zwei weitere Bäume ergänzt werden.

Entlang der Meidlinger Hauptstraße wurden Sitzbänke aus Holz angeordnet. Die bestehenden Baumscheiben-Einfassungen konnten weiterverwendet werden. Die Baumscheiben wurden mittels einer kunstharzgebundenen Oberfläche ausgefüllt. In Höhe der Füchselhofgasse konnte ein besonderer Aufenthaltsort inszeniert werden. Unter einem raumprägenden Solitärbaum sind Sitzgelegenheiten zu Gruppen arrangiert und um einen Quellstein angeordnet.

Abschnitt Schönbrunner Straße (von Theresienbadgasse bis Meidlinger Hauptstraße inklusive Anbindung des bestehenden Radweges auf der Lobkowitzbrücke)

Die Vorzone zum Bezirksamt wurde als ruhige, aufgeräumte Platzfläche gestaltet. Die Gehflächen konnten durch elegante, erhöhte Natursteinpoller vom Straßenraum abgegrenzt werden. Westlich der Pollerreihe wurden neue Fahrradstellplätze errichtet. Auch hier findet sich der einheitliche, ruhige, helle Belagsteppich aus ocker-, weiß- sowie graufarbenen Granitplatten.

Abschnitt Meidlinger Hauptstraße (von Schönbrunner Straße bis Tivoligasse/Reschgasse)

Holzbänke unter Bäumen entlang der Meidlinger Hauptstraße

Neue, einheitliche Holzbänke laden entlang der Meidlinger Hauptstraße zum Verweilen ein.

Am Beginn der Meidlinger Hauptstraße liegt das Bezirksamt und bietet freien Blick in die Straße bis zum Beginn der Allee. Nördlich der Hufelandgasse konnte die Allee westlich der Fahrspur um einen Baum ergänzt werden. Auch in diesem Bereich findet sich der einheitliche, ruhige, helle Belagsteppich aus ocker-, weiß- sowie graufarbenen Granitplatten. Zusätzlich wurden neue, einheitliche Holzbänke aufgestellt. Die Beleuchtung erfolgt beidseitig der Fahrbahn über Mastaufsatzleuchten mit LED-Leuchtmitteln.


Abschnitt Reschgasse (von Meidlinger Hauptstraße bis Ignazgasse)

Citybike-Station Reschgasse

Für Radfahrende wurde auch eine neue Citybike-Station eingerichtet.

Die vorhandene platzartige Aufweitung in der Reschgasse mit vier Bäumen konnte durch Sitzmöglichkeiten und gärtnerische Staudenunterpflanzungen unter den Bäumen aufgewertet werden.


Abschnitt Niederhofstraße (von Ignazgasse bis Meidlinger Platzl)

Der verbreiterte Gehsteig (Oberfläche: Asphalt) in der Niederhofstraße (ungerade Orientierungsnummern) zwischen dem Meidlinger Platzl und der Vivenotgasse konnte um eine Baumreihe (Baumart: Zürgelbaum, Celtis australis) ergänzt werden.

Bauabschnitt 2: Eichenstraße und Sechtergasse sowie Vorplatz Meidlinger Arcade

Meidlinger Hauptstraße zwischen Eichenstraße und Sechtergasse

Meidlinger Hauptstraße - Abschnitt Eichenstraße bis Sechtergasse

Nach der im Jahr 2014 umgesetzten Neugestaltung des Meidlinger Platzls und des untersten Abschnitts der Meidlinger Hauptstraße wurde 2015 der oberste Teil zwischen Eichenstraße und Sechtergasse sowie den Vorplatz Meidlinger Arcade in Angriff genommen. Damit konnte ein weiteres modernes und hochwertiges Stück der Flaniermeile entlang der Meidlinger Hauptstraße realisiert werden.


Highlight: das Entree Süd

Eine Reihe hoch aufgeasteter, geschnittener Platanen bildet ein signifikantes Tor im südlichen Bereich entlang der Wilhelmstraße - einer architektonischen Pergola entsprechend. Von der Meidlinger Hauptstraße (nach Süden) aus betrachtet, bilden die geschnittenen Bäume eine horizontale Struktur, die in Verbindung mit dem Turm der Kirche Namen Jesu den Blick nach Süden inszeniert.

Der Zugang von Süden in die Meidlinger Hauptstraße erfolgt über eine kleine terrassenartige Szenerie: Einige Stufen betonen den Zutritt als erhöhte Platzfläche, im Sinne eines Aussichtsbalkons. Die Bestandbäume auf der östlichen Gehsteigfläche blieben erhalten und wurden im Anschluss zur Eichenstrasse durch zwei Neupflanzungen ergänzt. Die Platzfläche im Bereich Zugang U-Bahnhaltestelle Philadelphiabrücke wurde einfacher strukturiert. Das Thema der hochaufgeasteten geschnittenen Platanen überspielt die Fläche. Der Höhenunterschied in der Platzfläche wurde mittels Stufen gelöst.

Bauabschnitt 3: Sechtergasse bis Pohlgasse

Visualisierung der Platanenterrassen

Visualisierung der schattenspendenden Platanen-Terrassen entlang der Meidlinger Hauptstraße.

Der dritte Bauabschnitt umfasste den Bereich zwischen Sechtergasse und Pohlgasse und wurde zwischen 11. Juli und 15. November 2016 errichtet. Auch hier wurde der einheitliche, ruhige, helle Belagsteppich aus ocker-, weiß- sowie graufarbenen Granitplatten verlegt.


Highlight: Platanen-Terrasse

In der Meidlinger Hauptstraße auf Höhe Zeleborgasse wurden die Bestandbäume erhalten. Sie bilden das räumliche Gerüst auf der Westseite des Platzes. Der Raum wird geöffnet durch ein grünes Blätterdach aus hochaufgeasteten Platanen, deren (lichte Schatten bildende) Kronen horizontal geschnitten sind. Durch die Hanglage und die dadurch höher werdenden Stämme entsteht ein sich nach Norden öffnender Raum.

Das Gelände wurde auf drei Ebenen terrassiert. Jeweils zwei Stufen - auch als Sitzstufen nutzbar - führen auf die nächste Ebene. Die Platanen stehen in einem Belag aus Kleinsteinpflaster. Unter dem Blätterdach befindet sich ein Wassertisch als skulpturales Element. Dieses ist umgeben von locker verteilten, festmontierten Sesseln, sodass auch hier eine sehr hohe Aufenthaltsqualität geboten wird.

Bauabschnitt 4: Tivoligasse und Pohlgasse

Ab 3. Juli 2017 wurde das letzte Teilstück der Meidlinger Hauptstraße in Angriff genommen. Der vierte und letzte Bauabschnitt umfasste den Bereich zwischen Tivoligasse und Pohlgasse und wurde zwischen 3. Juli und 14. November 2017 errichtet.

Highlight: der Linden-Teppich

In der Meidlinger Hauptstraße zwischen Bonygasse und Krichbaumgasse entstand ein besonderer Platz: Hier betritt man unter vier Linden einen "Teppich" aus farbigen Betonsteinen. Auf dem "Teppich" befinden sich locker verteilte, teilweise in Gruppen angeordnete festmontierte Sessel. Es findet sich ein poetischer Ort, der gleichzeitig eine sehr hohe Aufenthaltsqualität bietet.

Gesamtkosten des Projekts

Rund 24 Millionen Euro

Beteiligte Dienststellen und externe PartnerInnen

Neben den Straßenbauarbeiten wurden Begleitmaßnahmen anderer Dienststellen und externer Partnerinnen und Partner koordiniert. Die Abstimmung der Arbeiten erfolgte durch die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28). Die optimale Koordination der Arbeiten trug zu einem zügigen Bauablauf bei möglichst geringer Beeinträchtigung der Anrainerinnen und Anrainer bei.

  • Bezirksvorstehung für den 12. Bezirk: Vertretung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger
  • MA 19: Architektur und Stadtgestaltung
  • MA 28: Projektentwicklung, Straßenbau, Fahrbahnmarkierung, Verkehrszeichen
  • MA 31: Rohrverlegung
  • MA 33: Öffentliche Beleuchtung, Verkehrslichtsignalanlage
  • MA 34: Bau- und Gebäudemanagement
  • MA 41: Vermessung
  • MA 42: Grünausgestaltung
  • MA 46: Ampelanlagen, Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen
  • Arbeiterkammer: Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Wirtschaftskammer: Vertretung der Interessen der Wirtschaftstreibenden
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straßen wien (Magistratsabteilung 28)
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