Pilotprojekte - Barrierefreies Wien

Pilotprojekte, die sehbehinderten und blinden Menschen das gefahrlose Weiterkommen und eine bessere Orientierung in der Stadt ermöglichen, laufen derzeit an vielen Plätzen Wiens. Stark frequentierte Einrichtungen sowie die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte sollen in den nächsten Jahren mit Blindenleitsystemen ausgestattet werden.

Pilotprojekt Penzing

Taktiles Leitsystem aus Stein

In den vergangenen Jahren wurde ein Blindenleitstein aus Beton entwickelt, der den Materialanforderungen im öffentlichen Straßenraum gerecht wird. Im Rahmen des Pilotprojektes für blinde Menschen in Penzing rund um das Louis-Braille-Haus des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes wurde das Leitsystem mit diesen Betonplatten umgesetzt. Dabei wurde besonders auf eine sorgfältige Verlegung und Verarbeitung der Steine in den Eckbereichen geachtet. Die Umgebungsflächen wurden asphaltiert. Dieser Kontrast ist auch mit dem Langstock gut zu erkennen.


Pilotprojekt Schwarzenbergplatz

Taktiles Leitsystem am Schwarzenbergplatz

Beim Umbau des Schwarzenbergplatzes wurde besonders genau auf die Bedürfnisse von blinden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern Rücksicht genommen. Die Umgestaltung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Blickkontakt. Für den gesamten Platzbereich wurde ein Blindenleitsystem entwickelt, das zu allen geregelten Übergängen und Straßenbahnstationen am Schwarzenbergplatz führt.


Pilotprojekt Gehsteigabsenkungen

Blindenleitsystem an der Kreuzung Laxenburger Straße/Gudrunstraße

An der Kreuzung Laxenburger Straße/Gudrunstraße wurde erstmals in Wien eine Kreuzung mit einer Nullabsenkung des Gehsteiges und einem Blindenleitsystem versehen. Damit müssen Menschen mit Rollstühlen keine drei Zentimeter hohe Bordsteinkante mehr überwinden, um von der Fahrbahn wieder auf den Gehsteig zu gelangen.


Pilotprojekt Kinderwagenrampe

Um es Kinderwagenfahrerinnen und -fahrern leichter zu machen, werden bestehende Stiegenanlagen mit Kinderwagenrampen ausgerüstet, soweit es die räumlichen Verhältnisse erlauben. Zurzeit gibt es im 19. Bezirk (Döbling) Stiegenanlagen, die mit einer Kinderwagenrampe ausgerüstet sind. Kinderwagenrampen sollen bequem und vor allem gefahrenfrei, das heißt ohne Rutsch- und Stolpergefahr, benutzbar sein.

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