Öffi-Netzänderungen ab September

Anfang September 2017 wurden eine Intervallverdichtung der U2 für die Seestadt, die Verlängerung der U1 bis Oberlaa sowie Verbesserungen bei mehreren Bim- und Buslinien umgesetzt.

U2-Station Aspern Nord mit U-Bahn

Anfang September 2017 gab es für die Fahrgäste der Wiener Linien die größte Netzänderung seit Jahrzehnten. Durch den Ausbau der U-Bahn und neuen Direktverbindungen auf zahlreichen Bim- und Buslinien sollen die Öffis für viele Fahrgäste noch attraktiver werden.


Stadträtin Uli Simna und Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer

Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und Öffi-Stadträtin Uli Sima

Öffi-Stadträtin Ulli Sima: "Unser Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr laufend weiterzuentwickeln. Ab September gibt es für die WienerInnen mehr U-Bahn sowie bessere Autobus- und Straßenbahnverbindungen."


Mehr U-Bahn ab September

Übersicht über die Netzänderungen im Herbst 2017

Seit 4. September fährt die U2 von Montag bis Freitag (Schultage) von Betriebsbeginn bis etwa 8.30 Uhr mit jedem Zug in die Seestadt. Damit wird der neue Stadtteil noch besser an das Zentrum angebunden. In der Morgenspitze liegt das Intervall dann bei unter vier Minuten. Bisher fuhr ganztägig jeder zweite U2-Zug in die Seestadt. Grund für die Intervallverdichtung ist ein höherer Komfort für die Fahrgäste und die fortlaufende Besiedelung der Seestadt.

Am 2. September eröffnete der neue U1-Streckenabschnitt von Reumannplatz bis Oberlaa. Die U1 wächst um fünf neue Stationen (Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa und Oberlaa). Die U1 wird mit einer Gesamtlänge von 19,2 Kilometern zur längsten U-Bahn-Linie Wiens. Die Strecke von Oberlaa zum Stephansplatz kann in 15 Minuten zurückgelegt werden.

Verbesserungen für das Busnetz im 10. Bezirk

Verbesserungen gibt es auch für das Busnetz in Favoriten. Die Station Alaudagasse wird zum neuen Knotenpunkt für fünf Buslinien. Bei mehreren Buslinien gibt es bessere Intervalle und längere Betriebszeiten sowie neue Querverbindungen mit U-Bahn-Anbindung.

Bim-Rochade auf der Kennedybrücke

Seit 2. September ersetzen die Verlängerungen der Linie 60 zum Westbahnhof und der Linie 10 nach Unter St. Veit - jeweils ab Hietzing - die Linie 58. Für viele Fahrgäste entstehen so neue Direktverbindungen, etwa von Liesing zum Westbahnhof. Auch auf der Äußeren Mariahilfer Straße wird das Angebot dadurch verbessert. Die Verlängerung der Linie 10 ermöglicht Fahrgästen aus Unter St. Veit weiterhin die Anbindung an die U4 sowie die U3.

Alles neu am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Am 2. September tauschten die Linien 2 und 44 am Johann-Nepomuk-Berger-Platz ihre westlichen Streckenäste. Die Linie 2 fährt vom Friedrich-Engels-Platz kommend ab dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz auf der bisherigen 44er-Route nach Dornbach und bekommt dort eine neue Endstelle. Die Linie 44 fährt vom Schottentor kommend über den Johann-Nepomuk-Berger-Platz und die bisherige Strecke der Linie 2 bis Ottakring.

Bis zu 20.000 Fahrgäste profitieren von neuen Direktverbindungen und zusätzlichen Zielen. Von Hernals kommt man mit der Linie 2 umsteigefrei bis zum Dr.-Karl-Renner-Ring und mit der Linie 43 weiter zum Schottentor. Ottakring hat mit der Linie 44 einen neuen Anschluss an das Schottentor. Mit der Linie 46 kommt man weiter zum Dr.-Karl-Renner-Ring.

Die Wiener Linien erwarten sich durch diese Linienauskreuzung rund 1.800 zusätzliche Fahrgäste an Werktagen. Aufs Jahr gerechnet werden dadurch fast eine Million Pkw-Kilometer eingespart.

Zahlreiche neue Haltestellennamen

Knapp 40 von insgesamt fast 5.400 Haltestellen erhielten am 2. September einen neuen Namen. Ziel ist es, die Haltestellennamen zu vereinheitlichen, zu kürzen beziehungsweise die Ortsangabe klarer zu machen und damit die Orientierung zu erleichtern. Die Haltestelle "Dr.-Karl-Renner-Ring" wurde zum Beispiel in "Ring, Volkstheater U" umbenannt. Die Haltestelle "Dornbach, Güpferlingstraße" heißt nur noch Dornbach.

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