Neue Straßenbahn für Wien

Visualisierung der FLEXITY-Straßenbahn vor dem Rathaus

Ab 2018 rollen neue Straßenbahnen durch Wien. Die modernen Bims des Modells FLEXITY gingen 2016 in Produktion. Sie ersetzen sukzessive die letzten Hochflurmodelle der Wiener Linien.

Bis 2026 werden zwischen 119 und 156 FLEXITY-Straßenbahnen bei Bombardier im 22. Bezirk angefertigt und an die Wiener Linien übergeben. Die genaue Zahl der Züge wird von Netzerweiterungen und möglichen Intervallverdichtungen abhängen.


Bombardier-Geschäftsführer Christian Diewald, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer mit einem Modell der neuen Straßenbahn

Bombardier-Geschäftsführer Christian Diewald, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer (v.l.n.r.)

Öffi-Stadträtin Ulli Sima: "Die Wiener Linien investieren damit in die weitere Modernisierung ihrer leistungsfähigen und umweltfreundlichen Straßenbahnflotte und setzen den nächsten großen Schritt in Richtung Barrierefreiheit."

Umweltfreundlichkeit, Komfort und moderne Technik

Die neue Straßenbahn bietet mit einer Länge von 34 Metern Platz für 211 Fahrgäste. Für mehr Raum für Kinderwägen sowie Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sorgen großzügige Mehrzweckbereiche. Der Innenraum der Straßenbahn wird offener und heller gestaltet.


Innenraum der FLEXITY-Straßenbahn

Der umweltfreundliche Aspekt der neuen Straßenbahn zeigt sich durch den niedrigen Energieverbrauch sowie durch die ausschließliche LED-Beleuchtung. Auch auf ein nachhaltiges Recyclingkonzept wurde geachtet: Die Fahrzeuge sind so geplant und konstruiert, dass sie nach Ablauf der geplanten Nutzungsdauer in mehreren Jahrzehnten einfach und umweltfreundlich recycelt werden können.

Natürlich verfügen die neuen Straßenbahnen über Klimaanlage und Videoüberwachung. Auch die Fahrgastinformation wird ausgebaut. So werden die Fahrgäste auf mehreren Bildschirmen im Fahrzeuginneren unter anderem über nächste Haltestellen, Umsteigemöglichkeiten sowie Abfahrtszeiten informiert. Moderne Technik zeigt sich auch im Fahrerstand der neuen Straßenbahn. Das voll digitale Cockpit ist mit mehreren Touchscreens statt analoger Instrumente ausgerüstet. Ein Fahrerassistenzsystem ist vorbereitet.

FLEXITY erfüllt alle Kriterien der Barrierefreiheit

Die 2013 gestartete Straßenbahn-Ausschreibung beinhaltete klare Kriterien zum Thema Barrierefreiheit. Mit einer Einstiegshöhe von 21,5 Zentimetern ergänzt der FLEXITY Wien die Straßenbahnflotte mit der weltweit niedrigsten Einstiegshöhe um ein weiteres Modell.

Die neuen Straßenbahnen von Bombardier erfüllen zudem zusätzliche Kriterien, die den Komfort der Fahrgäste steigern. So wird es nicht wie bisher nur einen, sondern zwei Rollstuhlplätze geben. Zudem wird es für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste möglich, per Handy ihren Ein- und Ausstiegswunsch abzugeben.

Weltweit beliebte Straßenbahn

Die umweltfreundlichen und energieeffizienten Fahrzeuge sind international beliebt. Metropolen wie beispielsweise Berlin, Marseille, Linz, Innsbruck oder Alicante setzten ebenfalls auf das FLEXITY-Modell von Bombardier. Der FLEXITY ist ein weltweit erprobtes Fahrzeugkonzept. Das aktuelle Modell wurde aber für die Wiener Infrastruktur maßgeschneidert.

Wartungsvertrag garantiert eine hohe Verfügbarkeit

Gleichzeitig mit der Anschaffung wird ein Wartungsvertrag mit Bombardier abgeschlossen, wobei die Arbeiten durch die Wiener Linien durchgeführt werden. Die Risiken der laufenden Instandhaltung gehen somit auf den Hersteller über. Das trägt dazu bei, dass die Gesamtkosten der Fahrzeuge für die Wiener Linien einfacher abzuschätzen sind. Bombardier garantiert zudem eine besonders hohe Verfügbarkeit der neuen Straßenbahn im täglichen Betrieb.

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